Die Frischluft orientiert sich bei ihren Zielen für Arlesheim an derUNO-Nachhaltigkeitsagenda 2030. Das Ziel Nr. 6, sauberes Wasser, liegt mir besonders am Herzen. Haben Sie die Berichte zu Grundwasserverunreinigungen im 2019 mitverfolgt? Waren Sie auch überrascht zu hören, dass gutes Trinkwasser in der Schweiz nicht mehr flächendeckend garantiert ist? So liegt an 15% der Grundwassermessstellen in der Schweiz der Nitratgehalt über dem Grenzwert von 25 Milligramm pro Liter. Selbst das aufbereitete Trinkwasser aus dem Wasserhahn weist bei 2,7% der Schweizer Bevölkerung eine zu hohe Belastung mit Fremdstoffen auf. Pestizide aus der Landwirtschaft und Giftstoffe aus alten Deponien sind häufige Ursachen. Die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser könnte bei vermehrten Trockenphasen auch in der Schweiz zum Thema werden. In Arlesheim haben wir Vorkehrungen getroffen, indem wir den recht ergiebigen Grundwasserstrom der Birs nutzen und indem wir über die neue Transitwasserleitung zum Besipiel Hardwasser beziehen können, das in Muttenz aus Rheinwasser aufbereitet wird. Seit 2013 betreibt die Hardwasser AG zudem eine Aktivkohleanlage, welche dem Wasser die Giftstoffe entzieht. Doch Technik allein ist nicht alles. Es macht mich betroffen, dass Quellwasser in vielen Gemeinden unserer Gegend wegen ungenügender Qualität nicht mehr zu Trinkwasser aufbereitet werden kann. Hier ist mehr Nachhaltigkeit gefragt. 

Felix Berchten, Kandidat Gemeinderat (bisher) für die Frischluft