Die Rechnung der Gemeinde schliesst mit einem Defizit von rund CHF 3 Mio. Im Budget war ein Verlust von rund CHF 100’000 geplant. Gründe für die enorme Abweichung sind geringere Steuereinnahmen von rund CHF 2,2 Mio sowie die periodenfremde Ausbuchung des Buchwertes des 2017 an das Altersheim Obesunne verkauften Grundstücks von rund CHF 800’000. Die Gemeindeverwaltung hat sehr gut gearbeitet und das Budget bei den ungebundenen Ausgaben eingehalten. Bereits die Rechnung 2019 ergab einen Verlust von rund CHF 900’000 (Budget: Überschuss CHF 250’000). Die Frischluft hat schon an der Gemeindeversammlung vom November 2020 zum Budget 2021 darauf hingewiesen, dass die Gemeinde Arlesheim an einem Punkt angelangt ist, an dem sie sich für eine Erhöhung der Einnahmen und/oder eine Kürzung der Ausgaben entscheiden muss, um die Finanzen in Zukunft ausgeglichen gestalten zu können. Der Frischluft ist wichtig, dass in folgenden Bereichen kein weiterer Leistungsabbau erfolgen darf: Umwelt, Sozialleistungen, Bildung und Kultur. Dies bestätigt auch der Prozess zum Leitbild 2035, bei dem die Bevölkerung diese Themen stark gewichtet hat. Auch zeigen die Ergebnisse in der Gemeinde Arlesheim zu den Eidg. Abstimmungen vom 13. Juni 2021 ganz klar, dass Umweltanliegen für unsere Bevölkerung absolut zentral sind. Die vom Gemeinderat im Finanzplan vorgesehene Erhöhung des Gemeindesteuerfusses ab dem Jahr 2022 ist für die Frischluft unumgänglich. Wir empfehlen, den beiden Anträgen des Gemeinderates zur Rechnung 2020 und dem Quartierplan Finkelerweg zu folgen und diese anzunehmen.