Autor: frischluft4144 (Seite 3 von 17)

Stimmempfehlungen der Frischluft

Am 4. März stehen ein paar wichtige Abstimmungsvorlagen auf dem Tisch. Die Frischluft äussert sich hier zunächst zur sogenannten No-Billag-Initiative und zur kantonalen Fairness-Initiative.

Wir lehnen die Volksinitiative zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren klar ab. Radio und Fernsehen haben speziell in der Schweiz einen wichtigen Auftrag: sie tragen viel zum nationalen Zusammenhalt bei, berücksichtigen unsere Viersprachigkeit und betreiben Minderheitsschutz. Jede Bürgerin, jeder Bürger trägt mit dieser bescheidenen Gebühr – etwas mehr als 1.- Fr. pro Tag – zu unserer kulturellen Vielfalt und zur ausgewogenen Meinungsbildung bei. Will man als Konsument ein gleichwertiges Angebot privat beziehen, kommt man auf ungleich höhere Ausgaben für verschiedene Privatsender. Zudem würde sich der Journalismus marktwirtschaftlichen Aspekten (wie die Überflutung durch Werbung) unterordnen und das Radio würde auf die Seite gedrängt werden.

Die Fairness-Initiative begrüsst die Frischluft sehr. Die Regierung des Kantons Baselland zeigt sich wieder einmal von einer unschönen Seite. Gestartet haben die Initiative die Baselbieter Gemeinden. Diese haben dem Kanton wegen der damaligen Neuaufteilung der Pflegekosten 30 Mio. Franken zu viel bezahlt. Seit der Revision des Krankenversicherungsgesetzes zahlen die Gemeinden viel mehr Pflegekostenbeiträge – dabei spart der Kanton im Bereich der Ergänzungsleistungen. Seinerzeit hatte der Kanton versprochen, dieses Geld, das zwischen 2011 und 2015 angespart wurde, den Gemeinden zurückzuzahlen. Dieses Geld haben die Gemeinden also zugute. Dass in der Schlussabstimmung im Landrat ausgerechnet zwei bürgerliche Arlesheimer Landräte die Gemeindeinitiative abgelehnt haben, haben wir mit Kopfschütteln zu Kenntnis genommen.

 

Ihre Frischluft

Neues Jahr, neue Ziele

Die ersten Wochen im Neuen Jahr sind immer wieder etwas Besonderes. Es scheint, dass noch alles möglich ist. Eine Welt ohne Krieg und ohne Hunger oder einfach eine Welt ohne Ungerechtigkeit! Halten wir dieses Gefühl doch noch etwas fest. Das neue Jahr beginnt für die Frischluft mit aktuellen Themen. Zwei davon möchten wir Ihnen kurz näher vorstellen: Bisher konnten stimmberechtigte ArlesheimerInnen nur beschränkt neue Themen einbringen. Ein Initiativrecht, wie es sich seit vielen Jahrzehnten auf Bundes- und Kantonsebene als demokratisches Mittel bewährt hat, existierte nicht. Dank einer Änderung des Gemeindegesetzes durch den Landrat wird ab diesem Jahr das Durchführen einer Gemeinde-Initiative möglich. Dazu braucht es aber eine Änderung der Gemeindeordnung. Die Frischluft setzt sich dafür ein, dieses Initiativrecht auch der Arlesheimer Bevölkerung zu ermöglichen. Ein weiteres wichtiges Thema ist die vermehrte Einbindung von jungen Menschen in das politische Geschehen. Eine Gelegenheit bietet die Abstimmung vom 4. März 2018, wo wir es unseren Jugendlichen ermöglichen könnten ab 16 Jahren auf Kantonsebene das Stimmrecht zu erhalten. Ihnen allen wünschen wir von Herzen ein gutes neues Jahr, und dass sich Ihre Wünsche erfüllen werden.

 

Ihre Frischluft

Die Frischluft an der Usestuehlete 2017

Unser Stand zur Idee „Arlesheim Einfach Essbar“ wurde rege besucht und wir haben uns über die vielen anregenden Gespräche und das grosse Interesse sehr gefreut. Dreissig am Gärtnern interessierte Personen haben ihre Adressen hinterlassen und warten nun gespannt auf den Start des Projektes. Das Organisationsteam ist sehr zufrieden und wird in den nächsten Tagen das weitere Vorgehen festlegen.

Wir freuen uns auf unser Projekt „Arlesheim Einfach Essbar“ und halten Sie an dieser und anderer Stelle auf dem Laufenden!

Weitere Informationen zur Idee „Arlesheim-Einfach Essbar, eine bessere Welt ist pflanzbar“ finden Sie hier oder in der aktuellen Gemeinde TV-Sendung

 

Das Organisationsteam von links nach rechts:  Von der Frischluft Sabine Scherrer, Cilly Weiligmann, Nicole Barthe Seelig und von der Geschäftsleitung der Grünen, Nathalie Martin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfach Essbar – Eine bessere Welt ist pflanzbar!

Stellt euch vor, ihr schlendert durch Arlesheim und stosst immer wieder auf kleine Gemüsebeete oder Pflanztöpfe. Daneben stehen Schilder mit dem Aufdruck „Pflücken und Ernten erlaubt!“

Einfach ernten, ohne dass man unbedingt selber gesät und gehackt hat, das scheint sehr befremdlich und völlig unrealistisch. Doch inzwischen gibt es viele Gemeinden/Städte, die sich der Idee der „essbaren Gemeinde“ angeschlossen haben. In essbaren Gemeinden werden öffentliche Flächen, in öffentliche „Selbsternte-und Naschgärten“ verwandelt und durch „essbare Gärten“ von Vereinen, Firmen und Privatpersonen ergänzt. Jeder kann sich aktiv am Gärtnern und Ernten beteiligen, in dem er den eigenen Platz vor der Haustüre mit essbaren Pflanzen, Kräutern oder Blumen bepflanzt oder sich einer Gruppe von Menschen anschliesst, die gemeinsam einen Platz in ihrem Quartier oder an einem öffentlichen Ort pflegen. Solche Gärten sind nicht nur Produktionsstätten, sie sind vielmehr auch Treffpunkt, fördern das soziale Miteinander, quer durch alle Schichten und Altersgruppen. Wachsen und Zusammenwachsen stehen im Mittelpunkt. Die Menschen bekommen wieder mehr Bezug zu ihren Lebensmitteln, zu den Jahreszeiten und zum Aufwand, welcher hinter jeder Lebensmittelproduktion steckt. Daneben kann mit dem Anbau, der Pflege sowie dem Ernten von einheimischen Nutzpflanzen, eine Auseinandersetzung mit ökologischen Themen und Ernährungsfragen, mit Nachhaltigkeit und Entwicklung stattfinden. Nicht nur Menschen sind von solchen Gärten angezogen, sondern auch eine Vielzahl von heimischen Tieren, Vögel, wichtige Bestäuber wie Insekten und Bienen.

Auch uns begeisterte diese Idee so sehr, dass wir gerne mit dem Projekt „Arlesheim- einfach Essbar“ starten, damit auch unsere Gemeinde ein „Lebens-Mittel-Punkt“ wird. Wir möchten die Arlesheimer Bewohnerinnen und Bewohner, ob jung, alt oder ganz alt ebenfalls für diese Idee begeistern und zum Mitmachen motivieren. Das genaue Vorgehen wird noch erarbeitet, doch falls bei dir/euch/ Ihnen schon jetzt Interesse aufflammt, freuen wir uns über jede Kontaktaufnahme.

An der „Usestuehlete“ vom 8./9. September kann man an unserem Stand schon einmal einen ersten Eindruck von dem Projekt gewinnen. Zum Schluss zwei sehr interessante Links zu dem Thema:

 

http://einfachessbar.org/

http://www.permakulturwildniskultur.wordpress.com

Arlesheimer Geschichte(n) – ein voller Erfolg!

Bei wunderschönem Wetter fand am Samstag, 17. Juni, unser  Dorfrundgang zum Thema Arlesheimer Geschichte(n) statt. Das Thema hat viele interessierte Leute angelockt. Die ReferentInnen nahmen uns mit auf eine Entdeckungsreise durch Arlesheim und wir erfuhren viel spannendes über den Bildhauer Albert Schilling, die Klinikgründerin Ita Wegman und die Entstehung des Jugendhauses in den 80er Jahren.

Es war ein voller Erfolg!

Parolen zur Abstimmung vom 21. Mai 2017

Die Frischluft unterstützt die Energiestrategie 2050: „ja“ zum Energiegesetz! Nach der Ablehnung der Grünen-Initiative zum geordneten Atomausstieg wurde klar, dass eine grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung grundsätzlich für den Atomausstieg ist, wenn auch nicht so schnell. Der Bundesrat und das Parlament haben sich strategisch von der Kernenergie verabschiedet; dazu braucht es auch eine Senkung des Energieverbrauchs und eine Förderung der erneuerbaren Energien.

Zu den kantonalen Abstimmungen empfehlen wir ein „ja“ für die Aufgabenzuordnung und Zusammenarbeit der Gemeinden und dreimal „nein“ in Bezug auf die anderen Abstimmungsvorlagen.

Ein „nein“ zur Bruderholzinitiative erlaubt die längst fällige und nötige gemeinsame Spitalplanung mit Basel-Stadt.

Das „nein“ für fachlich kompetent ausgebildete Lehrpersonen stärkt den Lehrkräften und ihrer Ausbildung den Rücken: sollten sie etwa nicht kompetent genug sein? Die Initiative zielt in eine falsche Richtung und würde Basel-Land noch mehr in ein pädagogisches Insel-Dasein drängen.

„Nein“ zu den Sesselklebern im Parlament (also für die Amtszeitbeschränkung der Landratsmitglieder) heisst für uns, neuen frischen Kräften eine Chance geben und die Demokratie stützen im Sinne einer Beteiligung möglichst vieler am politischen Geschehen.

Ihre Frischluft

Günstiger Wohnraum in Arlesheim

Am Dorfrundgang vom 12. November haben wir uns mit dem günstigen Wohnraum in Arlesheim beschäftigt. Der Anlass war sehr gut besucht und stiess auf reges Interesse. Auf vielseitigen Wunsch, haben wir deshalb eine Liste der Wohnbaugenossenschaften in Arlesheim mit den Kontaktdaten sowie weiteren nützlichen Links und Informationen zum Thema zusammengestellt. Die Liste kann hier oder am Ende dieses Beitrags als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Ihre Frischluft

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Adressen Genossenschaften in Arlesheim

 

Langsamer Ausstieg aus der Kernenergie

Tschernobyl und Fukushima sind etwas zu schnell vergessen gegangen, kaum jemand ist sich bewusst, dass der schweizerische AKW-Park ist der älteste der Welt ist. Wir leben nicht nur mit den ältesten AKW, wir haben sie auch in einer potentiell gefährlichen Konzentration stehen: nirgendwo auf der Welt gibt es so viele AKW auf engstem Raum, zumal in einer solchen Bevölkerungsdichte wie bei uns. Ob wir mit einem GAU rechnen oder nicht (so etwas passiert doch uns in der Schweiz nicht!), wir müssen uns die Frage nach der Abbau und der Entsorgung stellen, und eben diese Frage bleibt unbeantwortet; erst kürzlich musste die Schweiz ihre radioaktiven Abfälle, die sie nach Frankreich und Deutschland in Aufbereitungsanlagen geschickt hatte, zurücknehmen.

Das Kerngeschäft ist defizitär: Auf dem freien Markt kann man heute den produzierten Atomstrom zu rund 3 Rp. pro kWh verkaufen, die realen Gestehungskosten belaufen sich jedoch auf über 8 Rp., die Differenz bezahlen wir Steuerzahler. Ein (altes) Beispiel: Anlässlich der Eröffnung des KKW Leibstadt erwähnte ein Direktor der Elektrizitäts-Gesellschaft-Laufenburg, dass die Gestehungskosten mit 11 Rp. pro kWh unbestritten seien; 1999 verkauften die Kraftwerke Rheinfelden ihre 5%-Beteiligung an Leibstadt; am Verkauf verdienten sie nichts, er kostete das Unternehmen sogar 120 Mio. DM, weil der Käufer die zukünftigen Verluste in Rechnung stellte. Wie geht das nur weiter? Die Gesamtrechnung wird leider nicht transparent gemacht. Das Ende der AKW wird mit grosser Sicherheit ihre ökonomische Schieflage sein, was auch schon einige bürgerliche Politiker gemerkt haben.

Und wie steht es mit der Versorgung? Trotz wiederholten Abschaltungen der AKW ist keine Versorgungslücke entstanden. Der Stromverbrauch ist dank grösserer Effizienz in den letzten Jahren stabil geblieben, obwohl die Bevölkerung gewachsen ist. Mit erneuerbarem Strom können wir den Atomstrom ersetzen. Diese Energieproduktion liefert bereits heute rund zwei Drittel des gesamten Bedarfs. Interessant ist dabei, dass Schweizer Stromkonzerne jetzt schon massiv in erneuerbare Energien im nahen Ausland investieren; zusammen mit der erneuerbaren inländischen Produktion kommen sie auf fast die Hälfte des Stroms aus unseren AKW. Die Wasserkraft wird durch den geordneten Atomausstieg langfristig gestärkt, ebenso die neuen alternativen Energiequellen: etwa 55’000 diesbezügliche Projekte warten beim Bund auf Bewilligungen. Die erneuerbaren Energien sind insgesamt billiger, Gestehungskosten, Amortisation und Risiken miteinberechnet. «Ohne AKWs fahren wir langfristig günstiger: Wir sparen uns zusätzliche Entsorgungskosten, die faktische Staatsgarantie für den Fall eines AKW-GAUs und investieren das Geld in erneuerbare Energien. Diese werden immer günstiger» (Christian Egeler, FDP BS).

Der gestaffelte und geordnete Atomausstieg, über den wir am 27. November abstimmen, ist nötig und möglich.

Ihre Frischluft

 

 

 

 

 

 

Dorfrundgang am 12. November: Günstig Wohnen in Arlesheim?

Für günstiges Wohnen setzen sich unter anderem Wohnbaugenossenschaften, Stiftungen und die öffentliche Hand ein. Landläufig wird von «gemeinnützigem Wohnen» oder von «gemeinnützigen Wohnbauträgern» gesprochen. Auch in Arlesheim existieren acht private Institutionen, welche sich in diesem Bereich engagieren. Sie vermieten Wohnungen zu «Kostenmieten», das heisst, dass mit den Mieteinnahmen lediglich die Kosten für Abschreibungen und Erneuerungsfonds gedeckt werden und die Liegenschaften keine Rendite abwerfen müssen. Die erste Wohnbaugenossenschaft der Schweiz wurde in Basel im Jahr 1900 gegründet. Damals herrschte in den Schweizer Städten Wohnungsnot und die Mieten waren hoch. Mit dem Gründen von Wohnbaugenossenschaften nahmen und nehmen initiative Leute ihr Schicksal in die eigene Hand, legen ihre Mittel zusammen und realisieren Wohnraum in gemeinsamem Eigentum. Einfach gesagt handelt es sich um «Hilfe zur Selbsthilfe». Meist erhalten gemeinnützige Wohnbauträger von der öffentlichen Hand Starthilfe.

 

Wenn sie mehr über die Wohnbaugenossenschaften in Arlesheim erfahren möchten, dann sind Sie herzlich zum Dorfrundgang am Samstag, den 12. November 2016 von 10.00 bis 12.00 Uhr eingeladen. Treffpunkt ist 10.00 Uhr im Hof des Schulhauses Gerenmatte (vor dem Schulhaus Gerenmatte 2). Der Dorfrundgang steht allen offen und wird von der Frischluft organisiert.

 

Wir freuen uns auf Sie: Ihre Frischluft!

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