Autor: Frischluft (Seite 1 von 6)

Spannende Begegnungen

Die Dorfrundgänge der Frischluft sollen Begegnungen ermöglichen, Begegnungen mit Orten und Menschen, welche Arlesheim beeinflussen und bereichern. Am Samstag, 21. Januar besuchten wir auf unserem Dorfrundgang die Genossenschaft «Alti Papieri» auf dem Areal der ehemaligen Papierfabrik Stöcklin +Co. Über 60 Personen folgten mit Interesse den Ausführungen der Gründungsmitglieder und konnten bei dieser Gelegenheit auch das Areal kennenlernen. 40 Jahre nach der endgültigen Schliessung der Papierfabrik belebt die Genossenschaft «Alti Papieri» das rund 50000 m2 grosse Areal in Arlesheim wieder, und entwickelt es zu einem vielfältigen und kreativen Handwerks-, Gewerbe-, Kunst- und Kulturstandort. Die Genossenschaft setzt sich ein für die langfristige Erhaltung und nachhaltige Entwicklung. Ein bewusster Umgang beim Verbrauch von Ressourcen wird sowohl beim Bau wie auch beim Betrieb angestrebt und gefördert. Wir wünschen der Genossenschaft «Alti Papieri» viel Erfolg mit ihren vielfältigen Projekten und danken allen ganz herzlich fürs Mitwirken! 

Alti Papieri“: Dorfrundgang am 21. Januar 2023

Der nächste Frischluft Dorfrundgang führt uns an die Birs. Haben Sie gewusst, dass in Gehdistanz zum Uptown Basel Areal ein Hotspot für Handwerk, Gewerbe, Kunst und Kultur entstanden ist? Es geht um die Hallen der alten Stöcklin Papierfabrik südlich des Sundgauer Viadukts, welche seit geraumer Zeit von der Genossenschaft «Alti Papieri» an neue Nutzer:innen vermietet werden. Die Genossenschaft verfolgt den Zweck, bezahlbare Gewerberäume und Werkstätten anzubieten, Freiräume für Kunstschaffende sowie Orte für kulturelle Veranstaltungen zu schaffen. Dazu kommen Ateliers für traditionelles Handwerk und Kunst, Orte für Gastronomie und niederschwellige Begegnungen sowie Räume für Zirkus, Spiel und Sport.

Entdecken Sie mit uns am Samstag, 21. Januar 2023, das Areal der Genossenschaft «Alte Papieri». Treffpunkt ist um 10.00 Uhr beim Haupteingang am Schorenweg 9. Die Teilnehmenden erhalten von den Gründer:innen einen Einblick in die Entstehung, die Ideale und das Konzept der Genossenschaft. Nach dem Rundgang von 10-12 Uhr sind Sie alle herzlich zum Apéro eingeladen.Wir freuen uns auf Sie! 

Rückblick und ein frischer Ausblick

Die Frischluft konnte im letzten Jahr in Arlesheim viel bewegen. Nebst dem Cinema Paradiso, dem Freilichtkino auf dem Dorfplatz und im Schwimmbad seit über 30 Jahren und der Aktion Einfach Essbar, gemeinsam und nachhaltig gärtnern, haben unsere Vertreter:innen in der Politik gute Arbeit geleistet. 

Für zwei wichtige Anliegen hat die Frischluft im letzten Jahr Unterschriften gesammelt. Eine Petition fordert eine Parkraumbewirtschaftung in Arlesheim und die andere möchte mehr Bäume im Siedlungsgebiet. Beide Forderungen werden die Wohnqualität in Arlesheim nachhaltig verbessern.

Für den Anlass «50 Jahre Frauenstimmrecht» haben wir noch viele positive Rückmeldungen erhalten. Drei Generationen von Frauen aus Arlesheim berichteten über ihre Erfahrungen zum Thema Gleichstellung. Die Besucher:innen der vollen Aula erhielten einen spannenden, teilweise ernüchternden, aber auch lustigen und hoffnungsvollen Einblick ins Thema.

Auch in diesem Jahr plant die Frischluft vieles. Als Erstes stehen die Wahlen für den Landrat an. Drei Frischluft-Vertreter, Nicole Barthe, Flurin Leugger und Kalle Zeller, kandidieren für die Grünen auf der Liste 7.

Der nächste Frischluft Rundgang führt uns an die Birs. Am Samstag, 21. Januar von 10-12Uhr besichtigen wir das Areal der Genossenschaft «Alte Papieri» und erhalten von den Gründer:innen einen Einblick in die Entstehung, die Ideale und das Konzept der Genossenschaft. 

Das Konzept der Rundgänge der Frischluft soll Begegnungen ermöglichen, Begegnungen mit Orten und Menschen, welche Arlesheim beeinflussen und bereichern. Dies ganz im Sinne: Arlesheim – wo Menschen einander begegnen.

Wir wünschen Ihnen fürs neue Jahr alles Gute und viele bereichernde Begegnungen!

DANKE Sabine Scherrer

Nach 14 Jahren Engagement in der Sozialhilfebehörde, davon neun Jahre als Präsidentin, und als Vorstandsmitglied der Frischluft, hat Sabine Scherrer per 31.12.22 ihren Rücktritt von sämtlichen politischen Funktionen erklärt. Sabine Scherrer wurde am 1.1.2009 in die Sozialhilfebehörde gewählt. Durch den Besuch verschiedener kantonaler Schulungen konnte sie sich rasch in die umfangreiche Materie einarbeiten. Am 1.1.2013 übernahm sie das Präsidium, welches sie bis heute innehatte. Mit ihrer sorgfältigen und empathischen Art war sie prädestiniert für dieses Amt. Seit 2018 ist sie ausserdem Vorstandsmitglied des Verbands für Sozialhilfe des Kantons Baselland. Mit viel Kompetenz und viel Fürsorge, hat Sabine die Sozialhilfebehörde durch verschiedene schwierige Zeiten geführt, nicht zuletzt die Jahre der Corona-Pandemie und des Ukraine Krieges mit den entsprechenden Auswirkungen, auch auf Arlesheim. 

Jetzt freut sich Sabine auf eine neue Lebensphase, in der sie sich ganz ihren privaten Interessen widmen kann. Wir danken ihr ganz herzlich für ihr langjähriges Engagement und wünschen ihr alles Gute für ihre weiteren Projekte.

Zu unserer grossen Freude konnten wir mit Patrizia Krug Stückelberger eine geeignete Nachfolgerin finden. Sie wird das Amt per 1.1.2023 antreten. Wir wünschen ihr viel Freude an dieser neuen Aufgabe.

Nein zur Reduktion der Vermögenssteuer

Die Reform der Vermögenssteuer soll, wenn angenommen, in 3 Schritten erfolgen: 1: Anpassung der Steuerwerte für Wertpapiere. Neu sollen als Basis für die Vermögenssteuer, effektiv die Verkehrswerte der Wertschriften gelten. Dies führt zu höheren Steuern. 2: diese Mehrbelastung soll durch die Reduktion der Vermögenssteuersätze aufgefangen werden, bzw. gegenüber den bisherigen Steuern sogar reduziert werden. 3: Die Freibeträge werden erhöht. Den Kanton kostet diese Vorlage rund CHF 36,5 Mio. Für die Gemeinden werden 5.5 Mio. weniger Einnahmen geschätzt.

Für die Frischluft ist diese Vorlage klar abzulehnen. Eine Reduktion der Steuern soll gleichmässig auf alle Einwohner*innen erfolgen und nicht nur den Vermögenden zugestanden werden. In der aktuellen Situation, wo die massive Teuerung der Lebenshaltungskosten und der Prämienanstieg bei den Krankenkassen vor allem Familien und Personen treffen, welche tiefe Einkommen und kein Vermögen haben , erfolgt die Vorlage absolut zur Unzeit. Die Vermögenssteuern sind hoch,  jedoch gerechtfertigt, da gleichzeitig bei den Liegenschaften nicht die Verkehrswerte besteuert werden, und Kapitalgewinne auf den Verkauf von Wertschriften, und die gab es in den vergangenen Jahren zuhauf, nichtbesteuert bleiben.

Aus diesen Überlegungen empfiehlt die Frischluft ein überzeugtes Nein zur Reduktion der Vermögenssteuer im Kanton Basel-Landschaft.

Arlesheim Einfach Essbar

am Arlesheimer Herbstmarkt

Ob mit viel Platz oder mit wenig, ob auf einem Fenstersims oder Balkon oder in einem Garten – überall lassen sich Nutzpflanzen und essbare Pflanzen kultivieren. Dies zu zeigen und auf einige Möglichkeiten aufmerksam zu machen, ist das Anliegen unserer Initiative „Arlesheim Einfach Essbar“.

Kommen Sie am Samstag am Herbstmarkt bei uns vorbei, lernen Sie ein paar praktische Beispiele kennen und holen Sie sich neue Inspirationen mit unserem konkreten Anschauungsmaterial! Sie finden unseren Stand gleich neben der von uns mit essbaren Kräutern und Blumen bepflanzten Rondelle am Eingang zum Dorfplatz.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und einen anregenden Fragen- und Ideenaustausch.

Massentierhaltungsinitiative

Am 25. September stimmen wir ab über die Volksinitiative « Keine Massentierhaltung in der Schweiz ». Die Initiative fordert, was den Tieren zusteht: mehr Platz pro Tier, artgerechte Nahrung, täglichen Weidezugang und am Ende eine schonendere Schlachtung. Viele mögen denken, dass diese Grundansprüche in der Schweiz bereits geltend sind – sie sind es aber nicht. Deshalb müssen wir uns fragen: Wollen wir die Würde der Tiere anerkennen und sie schützen? Das wollen wir alle. Dafür bezahlen, oder auf Fleisch verzichten, kommt jedoch nicht in Frage. Noch immer stellen wir unsere eigenen Wünsche vor das Tierwohl. Die Argumente der Gegner dieser Initiative sind stark von den Vorstellungen der Lobby der Fleischherstellung geprägt. «Wir haben bereits das strengste Tierschutzgesetz der Welt» ist eine Behauptung, die bei den herrschenden Zuständen und der Tatsache, dass ein Mastpoulet in der Schweiz nur eine A4-Seite Platz pro Tier hat, gewagt ist. Auf die Spitze wird diese Scheinargumentation getrieben, wenn gesagt wird, den Kundinnen und Kunden werde mit dem neuen Gesetz die Wahl beim Einkauf abgenommen. Da fragt es sich konsequenterweise nur: Hatte denn das Tier eine Wahl bei seiner Haltungsweise?

Zu schnell geht vergessen, dass Fleisch in erster Linie nicht ein Produkt ist, sondern dass dafür ein Lebewesen sterben musste. Die Forderungen der Initiative sind deshalb keine Herausforderung, sondern ein Mindestmass an Respekt gegenüber den Tieren.

Ändern Sie etwas und stimmen Sie JA!

Danke Marcel Liner

Nach 8 Jahren in der Natur-, Energie-und Umweltkommission (NUEK) und 5 Jahren in der Gemeindekommission hat sich Marcel Liner entschieden, per 30. Juni 2022 von sämtlichen politischen Funktionen in der Gemeinde Arlesheim und in der Frischluft zurückzutreten. Die Frischluft bedauert diesen Schritt sehr. Marcel war nicht nur in der NUEK, in der Gemeindekommission und in der Geschäftsprüfungskommission, er war auch ein äusserst aktives Mitglied im Vorstand der Frischluft. Sein politisches Engagement gilt speziell dem Natur-und Umweltschutz und dem Erhalt der Biodiversität. Als diplomierter Ingenieur-Agronom ETH konnte er sein grosses Wissen zu diesen Themen in den Stellungnahmen zu Quartierplänen, bei der Formulierung der Leitziele für die Gemeinde Arlesheim und bei unzähligen Traktanden der Gemeindeversammlung einbringen. Marcel brachte seinen Standpunkt, seine Ideen, seine Vorstellungen immer sachlich, verständlich und sehr gut recherchiert vor. Wir alle konnten von seinem Wissen zu Umweltthemen profitieren. Er verfolgte seine Ziele hartnäckig und blieb dabei immer freundlich. Für all diese Eigenschaften wurde er auch ausserhalb der Frischluft sehr geschätzt. Wir werden Marcel vermissen, seine frischen Ideen und sein Herzblut. Wir danken Dir lieber Marcel herzlich für Dein Engagement für Arlesheim und wünschen Dir alles, alles Gute für Deine private und politische Zukunft. 

Für die Frischluft, Nicole Barthe und Thomas Arnet

Ja zum Sozialhilfegesetz

Am 15. Mai stimmen wir über die umfassendste Revision des basellandschaftlichen Sozialhilfegesetzes seit dessen Bestehen ab. Der lange Weg zu dieser Abstimmung begann mit einer Motion des SVP-Landrats Peter Riebli, die seinerzeit äusserst knapp mit 45:44 Stimmen angenommen wurde. In der Folge legte die Regierung Ende 2019 einen neuen Gesetzesentwurf vor. Dieser sah ein ungerechtes und administrativ nicht praktikables System bei der Berechnung des Grundbedarfs vor, das von sozial engagierten Institutionen, Sozialhilfebehörden und vielen Gemeinden vehement abgelehnt wurde.

In einem zweiten Anlauf wurden die in vielen ausführlichen Stellungnahmen vorgebrachten Kritiken und Vorschläge durch die Regierung grösstenteils positiv aufgegriffen und zu der jetzt vorliegenden Teilrevision ausgestaltet.Mit dieser steht nun ein zeitgemässes Sozialhilfegesetz zur Verfügung, dessen Schwergewicht bei der Integration und Förderung der sozial Schwächeren liegt. Kanton und Gemeinden unterstützen die dazu nötigen Programme gemeinsam, u. a. auch mit Motivationsbeiträgen. Es soll zudem ein kantonales Assessmentcenter etabliert werden, zur präventiven Hilfe vor einer Unterstützung durch die Sozialhilfe. Leider sieht das revidierte Gesetz auch einen Abzug am Grundbedarf vor für Menschen, die länger als zwei Jahre ununterbrochen Sozialhilfe beziehen, allerdings mit sehr vielen Ausnahmeregelungen. Trotz dieses Wermutstropfens befürworten wir das umfassend revidierte Sozialhilfegesetz und sagen klar Ja dazu.

JA für das Initiativrecht in Arlesheim

Die Frischluft und die SP Arlesheim haben zusammen die Initiative zur Einführung des Initiativrechts in unserer Gemeinde ergriffen. Nach Eingabe der notwendigen Unterschriften an die Gemeinde und der Zustimmung durch die Gemeindeversammlung im November 2021, stimmen wir nun am 15. Mai über die Einführung des Initiativrechts in Arlesheim ab. Das Initiativrecht kennen wir ja bestens auf kantonaler und nationaler Ebene. Nicht jedoch auf Ebene der Gemeinde. Dies soll sich nun ändern. Auch wenn eine Gemeindeversammlung durchaus eine lebendige Form der Demokratie darstellt, so sind ihr doch klare Grenzen gesetzt. Eine grosse Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nimmt aus unterschiedlichen Gründen an den Versammlungen nicht teil. Personen, deren Mobilität eingeschränkt ist, die abends arbeiten oder Leute mit Betreuungspflichten sind von vornherein ausgeschlossen. In den letzten zwei Jahren hat sich diese Situation durch Corona nochmals verschärft. Das Initiativrecht auf Gemeindeebene bereichert das politische Leben in Arlesheim. Dies ist weder ein bürgerliches, noch ein grünes oder linkes Anliegen, sondern schlichtweg ein demokratiepolitischer Mehrwert. Stimmen Sie am 15. Mai JA für das Initiativrecht in Arlesheim!

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