Brüssel im Wandel: Nachhaltige Stadtplanung für eine lebenswerte Zukunft

Brüssels großer Wandel: Grüne Gebäude, breitere Bürgersteige und weniger Parkplätze

Brüssel plant eine radikale Umgestaltung, um die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern. Während andere europäische Metropolen wie Paris, Wien und Barcelona ihr Stadtbild mit neuen Parks, nachhaltigen Wohnprojekten und grünen Stadtvierteln umgestaltet haben, hinkt Brüssel in diesem Bereich noch hinterher. Mit ihren zugeparkten Straßen und betonierten Plätzen hat die belgische Hauptstadt bislang ein eher ungepflegtes Image.

Das Konzept des „Guten Lebens

Um diesem Image entgegenzuwirken, hat Brüssel nun einen ehrgeizigen Stadtentwicklungsplan namens „Good Living“ entwickelt. Dieser Plan sieht vor, dass breitere Bürgersteige, grünere öffentliche Räume und nachhaltige Gebäude zum Standard in der ganzen Stadt werden. Gleichzeitig sollen Abrisse verboten und die Zahl der Parkplätze auf den Straßen schrittweise reduziert werden.
Der Plan wurde entwickelt, um die Lebensqualität und die Qualität der öffentlichen Räume in den Mittelpunkt aller städtischen Projekte zu stellen, wie die Brüsseler Staatssekretärin für Stadtentwicklung, Ans Persoons, in einem Interview mit POLITICO erklärte. Allerdings wird es nicht einfach sein, die neuen Regeln rechtzeitig vor den Wahlen im Juni zu verabschieden. Die linke Koalitionsregierung der Region Brüssel-Hauptstadt hat weniger als sechs Monate Zeit, um mehrere juristische Hürden zu überwinden und das „Good Living“-Konzept zu verabschieden. Es besteht auch die Gefahr, dass der Plan wegen seiner Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen und den Bau neuer Wohnungen auf heftigen Widerstand stößt.

Die Neugestaltung der Stadt

Das „Good Living“-Konzept zielt darauf ab, die Bauvorschriften der Hauptstadt, die aus dem Jahr 2007 stammen und laut Persoons „völlig veraltet“ sind, komplett zu überarbeiten. Aktuelle Herausforderungen wie der demografische Wandel, die Pandemie und extreme Hitze seien damals nicht berücksichtigt worden.
Eine der zentralen Maßnahmen des Plans ist die Verbreiterung der Bürgersteige von derzeit 1,2 Meter oder weniger auf mindestens 2 Meter. Dadurch soll die Mobilität verbessert und der Zugang zur Stadt für Menschen mit Behinderungen und Eltern mit Kinderwagen erleichtert werden. Der Plan geht auch auf den Klimawandel ein und legt neue Mindestanforderungen für Bäume und Grünflächen fest. In schmalen Straßen müssen mindestens 5 Prozent für Grünflächen reserviert werden, in breiteren Straßen mindestens 15 Prozent.
Diese Maßnahmen bedeuten jedoch auch, dass weniger Parkraum auf der Straße zur Verfügung steht. Dies könnte zu sozialen Spannungen in einer Stadt führen, in der es bereits heftige Proteste gegen das Mobilitätskonzept „Good Move“ gegeben hat, das darauf abzielt, den Autoverkehr in der Innenstadt zu reduzieren. Persoons betonte jedoch, dass die Überprüfung der Nutzung von Straßen und öffentlichem Raum ein wesentlicher Bestandteil des Plans sei.

Neue Regeln für Neubauten

Das Konzept „Gutes Wohnen“ zielt auch auf die Umgestaltung der Wohnungen der Brüsseler Bürger ab. Der Plan erschwert den Abriss von Gebäuden erheblich und setzt stattdessen auf die Renovierung oder Umnutzung bestehender Strukturen. Neue Gebäude müssen so geplant werden, dass sie bei Bedarf von Gewerbe- in Wohnräume umgewandelt werden können.
Besonderes Augenmerk wird auf die Sicherheit gelegt. Die Erdgeschosse der Gebäude müssen freie Sicht auf die Straße haben, um tote Winkel zu vermeiden. Außerdem schreibt der Plan vor, dass Wohn

Brüssels großer Wandel: Grüne Gebäude, breitere Bürgersteige und weniger Parkplätze

Brüssel plant eine umfassende Umgestaltung, um die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern. Im Gegensatz zu anderen europäischen Metropolen wie Paris, Wien oder Barcelona, die ihr Stadtbild bereits mit neuen Parks, nachhaltigen Wohnprojekten und grünen Stadtvierteln umgestaltet haben, hat Brüssel in diesem Bereich noch Nachholbedarf. Die belgische Hauptstadt ist bekannt für ihre zugeparkten Straßen und betonierten öffentlichen Plätze, die ein eher vernachlässigtes Image vermitteln.

Das Konzept des „Guten Lebens

Um diesem Image entgegenzuwirken, hat Brüssel nun einen ehrgeizigen Stadtentwicklungsplan namens „Good Living“ entwickelt. Dieser Plan sieht vor, breitere Bürgersteige, grünere öffentliche Räume und nachhaltige Gebäude in der ganzen Stadt zur Norm zu machen. Gleichzeitig soll die Zahl der Parkplätze schrittweise reduziert werden.
Der Plan wurde entwickelt, um die Lebensqualität und die Qualität der öffentlichen Räume in den Mittelpunkt jedes städtischen Projekts zu stellen, erklärte Ans Persoons, Staatssekretärin für Stadtentwicklung in Brüssel, in einem Interview mit POLITICO. Es werde jedoch eine Herausforderung sein, die neuen Regeln noch vor den Wahlen im Juni zu verabschieden. Die linke Koalitionsregierung der Region Brüssel-Hauptstadt hat weniger als sechs Monate Zeit, um mehrere juristische Hürden zu überwinden und das Konzept des „Guten Lebens“ zu verabschieden. Es besteht auch die Gefahr, dass der Plan wegen seiner Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen und den Bau neuer Wohnungen auf starken Widerstand stößt.

Die Umgestaltung der Stadt

Das Konzept „Gutes Wohnen“ zielt darauf ab, die Bauvorschriften der Hauptstadt, die aus dem Jahr 2007 stammen und laut Persoons „völlig veraltet“ sind, komplett zu überarbeiten. Aktuelle Herausforderungen wie der demografische Wandel, die Pandemie und extreme Hitze wurden damals nicht berücksichtigt.
Eine zentrale Maßnahme des Plans ist die Verbreiterung der Gehwege von derzeit 1,20 Meter oder weniger auf mindestens zwei Meter. Dadurch soll die Mobilität verbessert und der Zugang zur Stadt für Menschen mit Behinderungen und Eltern mit Kinderwagen erleichtert werden. Der Plan trägt auch dem Klimawandel Rechnung und legt neue Mindestanforderungen für Bäume und Grünflächen fest. In schmalen Straßen müssen mindestens 5 Prozent für Grünflächen reserviert werden, in breiteren Straßen mindestens 15 Prozent.
Diese Maßnahmen bedeuten aber auch, dass weniger Platz für Parkplätze auf der Straße zur Verfügung steht. Dies könnte zu sozialen Spannungen führen in einer Stadt, in der es bereits heftige Proteste gegen das Mobilitätskonzept „Good Move“ gab, das den Autoverkehr in der Innenstadt reduzieren soll. Persoons betonte jedoch, dass die Überprüfung der Nutzung von Straßen und öffentlichen Räumen ein wesentlicher Bestandteil des Plans sei.

Neue Regeln für Neubauten

Das Konzept des „Guten Wohnens“ zielt auch auf die Umgestaltung der Wohnungen der Brüsseler Bevölkerung ab. Der Plan erschwert den Abriss von Gebäuden erheblich und setzt stattdessen auf die Renovierung oder Umnutzung bestehender Strukturen. Neue Gebäude müssen so geplant werden, dass sie bei Bedarf von Gewerbe- in Wohnraum umgewandelt werden können.

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