EU plant Einsatz von Kriegsschiffen im Roten Meer gegen Huthi-Angriffe

EU plant Einsatz von Kriegsschiffen im Roten Meer gegen Huthi-Angriffe

Die Europäische Union will mindestens drei Kriegsschiffe ins Rote Meer entsenden, um Schiffe vor Angriffen der jemenitischen Huthi-Rebellen zu schützen. Dies geht aus einem Dokument des Europäischen Auswärtigen Dienstes hervor, das POLITICO vorliegt. In dem Papier wird die Einrichtung einer neuen EU-Mission vorgeschlagen, die „in einem größeren Operationsgebiet von der Roten See bis zum Golf operieren“ soll. Die Mission könnte bereits Ende Februar starten.

Die Bedrohung durch die Huthi-Rebellen

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben Schiffe im Roten Meer angegriffen, um ihre Solidarität mit den von israelischen Bombardierungen betroffenen Palästinensern im Gazastreifen zu zeigen. Diese Angriffe haben dazu geführt, dass Schiffe lange Umwege um das Horn von Afrika fahren müssen. Um diesem Problem entgegenzuwirken, will die Europäische Union nun eigene Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.

Die Rolle der USA und ihrer Alliierten

Die Europäische Union orientiert sich dabei an den Maßnahmen der USA und ihrer Verbündeten zur Sicherung der Schifffahrt im Roten Meer. Im Dezember starteten die USA die Operation Prosperity Guardian, an der sich eine Ad-hoc-Koalition von Partnern beteiligt. Die genaue Anzahl der beteiligten Staaten ist noch nicht bekannt, aber mindestens 13 haben ihre Teilnahme bestätigt. Die Europäische Union hatte zunächst erwogen, ihre Anti-Piraterie-Mission Atalanta im Indischen Ozean einzusetzen. Spanien lehnte dies jedoch ab und signalisierte Bereitschaft für eine neue Mission.

Die geplante EU-Mission

In dem vorgeschlagenen Dokument heißt es, dass die genaue Größe und Zusammensetzung der EU-Mission noch weiter geplant werden müsse. Es wird jedoch vorgeschlagen, dass die Mission „mindestens drei Anti-Luftzerstörer oder Fregatten mit multiplen Einsatzmöglichkeiten für mindestens ein Jahr“ umfassen soll. Die neue Mission soll auf der französisch geführten Überwachungsoperation Agenor aufbauen, die den gesamten Golf, die Straße von Hormus und Teile des Arabischen Meeres abdeckt und an der neun europäische Staaten beteiligt sind.

Reaktionen auf den EU-Vorschlag

Der Vorschlag der EU, Kriegsschiffe ins Rote Meer zu entsenden, hat gemischte Reaktionen hervorgerufen. Befürworter argumentieren, die EU müsse ihre eigenen Sicherheitsinteressen wahren und zur Stabilität in der Region beitragen. Kritiker hingegen befürchten, dass eine militärische Präsenz der EU zu einer weiteren Eskalation führen und die Spannungen in der Region erhöhen könnte.

Ausblick

Die Europäische Union will ihre Präsenz im Roten Meer verstärken, um Schiffe vor Angriffen der Huthi-Rebellen zu schützen. Die Entsendung von mindestens drei Kriegsschiffen soll die Sicherheit der Schifffahrt in diesem strategisch wichtigen Gebiet gewährleisten. Der genaue Zeitpunkt des Einsatzes steht noch nicht fest, die EU hofft jedoch, die Mission bereits Ende Februar starten zu können. Es bleibt abzuwarten, wie die internationale Gemeinschaft auf diese Pläne reagieren wird und welche Auswirkungen sie auf die angespannte Lage in der Region haben werden.

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