Macron hält Frankreich mit Gerüchten über Kabinettsumbildung in Atem

Macron hält Frankreich mit Gerüchten über Kabinettsumbildung in Atem

Präsident Emmanuel Macron hält Frankreich mit Gerüchten über eine Kabinettsumbildung in Atem. Die zunehmenden Spekulationen der letzten Tage zeigen einmal mehr, mit welch nervenaufreibenden Methoden Macron sein Team führt.

Ungewissheit und Absage der Kabinettssitzung

Macron hat die Ungewissheit verstärkt, indem er die erste Kabinettssitzung des Jahres 2024, die für diese Woche geplant war, abgesagt hat. Ein Vertrauter des Präsidenten sagte, es gebe „keine absolute Notwendigkeit“ für ein Regierungstreffen zu Beginn des neuen Jahres. Macron verlängerte seinen Aufenthalt in einem seiner offiziellen Rückzugsorte, La Lanterne, und enthüllte keine spezifische Tagesordnung, abgesehen von einer Zeremonie zu Ehren von Jacques Delors am Freitag.

Unklarheit über die Zukunft von Elisabeth Borne

Es ist unklar, ob Elisabeth Borne als Premierministerin im Amt bleiben wird, aber die Chancen stehen gegen sie, nachdem eine Reihe von Krisen Macrons Regierungskoalition schwer beschädigt hat. Die politische Spaltung im Lager des Präsidenten wurde kurz vor den Weihnachtsfeiertagen deutlich, als Bornes Regierung Schwierigkeiten hatte, ein Einwanderungsgesetz zu verabschieden, das die rechtsextreme Marine Le Pen als „ideologischen Sieg“ für ihre Bewegung bezeichnete.

Macron lässt sich Zeit

Macron hat sich noch nicht dazu geäußert, wie seine nächste Regierung aussehen könnte, und genießt vielleicht die Unberechenbarkeit. Eine Quelle, die mit der französischen Exekutive vertraut ist, sagte, dass die Kabinettsumbildung „der letzte Bereich ist, in dem Macron die Kontrolle behält“, nach einem Jahr voller Krisen und Ängste.
Der französische Präsident ist bekannt dafür, dass er sich bei Personalentscheidungen viel Zeit lässt und manchmal Monate braucht, um Schlüsselpersonen zu versetzen oder zu ersetzen. Auch Kabinettsumbildungen, die zwar oft gemunkelt, aber nie im Voraus bestätigt werden, bilden da keine Ausnahme, und die Minister spekulieren oft wochenlang über ihr eigenes Schicksal.

Spekulationen um mögliche Nachfolger

In den letzten Tagen haben Kabinettsmitglieder, die für das Amt des Premierministers in Frage kommen, über einen möglichen Umzug in den Palast Matignon spekuliert. Verteidigungsminister Sébastien Lecornu sowie Richard Ferrand, ein langjähriger Verbündeter Macrons und erfahrener Politiker, werden als mögliche Nachfolger Bornes im Falle ihres Abgangs gehandelt.

Informelle Gespräche und politische Initiative

Macron führt informelle Gespräche, um mögliche Kabinettsernennungen zu bewerten, und verleiht Gerüchten über eine Kabinettsumbildung Gewicht. In dem Bemühen, die Spaltung über das Einwanderungsgesetz zu überwinden, kündigte Macron eine neue politische Initiative an, um die Franzosen wieder an sich zu binden, auch wenn Inhalt und Zeitpunkt weitgehend unbekannt sind. Die Tageszeitung Le Monde berichtete, dass eine Reihe von Veranstaltungen und andere Maßnahmen geplant sein könnten, um „das Volk und die Republik zu vereinen“.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und ob Macron tatsächlich eine Kabinettsumbildung vornehmen wird. Die politische Landschaft in Frankreich bleibt vorerst unsicher, die Gerüchteküche brodelt und die Minister warten gespannt auf Neuigkeiten.

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