Politiker in Partylaune: 6 Mal, wenn Politiker zu weit gegangen sind

Fehlverhalten von Politikern: 6 Mal sind Politiker zu weit gegangen

Politiker sind auch nur Menschen – und manchmal gehen sie eindeutig zu weit. Skandale und ausschweifende Partys gehören leider zum politischen Geschäft. Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass einige Politiker besonders wilde und skandalträchtige Partys gefeiert haben. Hier sind 6 Beispiele für politisches Fehlverhalten, das weit über das akzeptable Maß hinausging:

1. Partygate in Italien

Den Anfang macht Italien, wo das Jahr 2024 mit einem lauten Knall begann – im wahrsten Sinne des Wortes. Bei einer Silvesterparty in der Kleinstadt Rosazza in der Region Piemont löste ein Schuss aus der Waffe eines Abgeordneten eine politische Katastrophe aus. Eine Person wurde am Bein verletzt. Der rechtsextreme Abgeordnete Emanuele Pozzolo gab zu, dass die Waffe ihm gehörte, bestritt aber, sie abgefeuert zu haben. Die Geschichte überzeugte nur wenige, vor allem als Pozzolo sich auf seine parlamentarische Immunität berief und einen Test auf Pulverrückstände verweigerte. Die Opposition forderte Konsequenzen und Premierminister Giorgia Meloni reagierte prompt: Pozzolo wurde vorläufig seines Amtes enthoben.

2. Berlusconis „Bunga Bunga“-Partys

Nicht unerwähnt bleiben dürfen die berüchtigten „Bunga Bunga“-Partys des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Berlusconi war zeitlebens in zahlreiche Skandale und Kontroversen verwickelt, doch seine ausschweifenden Sex-Partys in seiner Villa Arcore bei Mailand erregten besondere Aufmerksamkeit. Die Partys kamen 2010 ans Licht, als der damalige Premierminister die Polizei bat, eine 17-jährige Marokkanerin namens Karima el-Mahroug freizulassen, die in Mailand unter Diebstahlverdacht festgenommen worden war. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Bauchtänzerin und mutmaßliche Sexarbeiterin handelte, die behauptete, von Berlusconi 10.000 US-Dollar erhalten zu haben. Berlusconi wurde zunächst für schuldig befunden, Minderjährige für sexuelle Dienste bezahlt zu haben, das Urteil wurde jedoch in zweiter Instanz aufgehoben.

3. Boris Johnsons „Partygate

In den Jahren 2020 und 2021 herrschte in den meisten europäischen Ländern, einschließlich des Vereinigten Königreichs, aufgrund der Coronavirus-Pandemie eine strenge Ausgangssperre mit Versammlungsverboten. Diese Einschränkungen hielten die Mitarbeiter der Downing Street jedoch nicht davon ab, heimlich illegale Versammlungen in Regierungsgebäuden abzuhalten. Die Liste der Verstöße umfasste eine Geburtstagsfeier für den damaligen Premierminister Boris Johnson, eine „Bring your own Alcohol“-Gartenparty, Weihnachtsfeiern und zwei Mitarbeiterpartys am Vorabend der Beerdigung von Prinz Philip, um nur einige zu nennen. Britische Zeitungen berichteten sogar, dass durstige Mitarbeiter einen Koffer voller Wein in die Downing Street trugen.

4. József Szájer und die Orgie

Der COVID-Lockdown hat bei einigen Politikern ihre wilde Seite zum Vorschein gebracht. Im Jahr 2020 geriet der ungarische Europaabgeordnete József Szájer, ein führendes Mitglied der rechtsgerichteten Regierungspartei Fidesz, in Schwierigkeiten, als er bei einer Lockdown ignorierenden Party in Brüssel erwischt wurde. Belgischen Medienberichten zufolge fand die Polizei bei der Razzia 25 nackte Männer, und Szájer wurde dabei erwischt, wie er mit einem Rucksack voller Drogen zu fliehen versuchte. Szájers Partei ist für ihre konservative Haltung gegenüber LGBT-Rechten bekannt und der Vorfall sorgte für Aufsehen und Kritik an ihrer Doppelmoral.

5. Pipigate in Österreich

Im Jahr 2019 wurde der österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache in einen Skandal verwickelt, der als „Pipigate“ bekannt wurde. Strache traf sich heimlich mit einer angeblichen Nichte eines russischen Oligarchen auf Ibiza und wurde dabei heimlich gefilmt. In dem aufgetauchten Video versprach Strache der angeblichen Nichte Staatsaufträge als Gegenleistung für Wahlkampfhilfe. Der Skandal führte zum Rücktritt Straches und zum Bruch der österreichischen Regierungskoalition.

6) Der „Party-König“ aus Belgien

Der belgische Politiker Alain Mathot, auch als „Partykönig“ bekannt, geriet durch seine ausschweifenden Partys und seinen extravaganten Lebensstil in die Schlagzeilen. Mathot, der Mitglied der Sozialistischen Partei war, wurde wegen Korruption angeklagt. Er soll Bestechungsgelder von Unternehmen für politische Gefälligkeiten angenommen haben. Zusätzlich zu den Korruptionsvorwürfen wurde Mathot für seine luxuriösen Partys mit teurem Champagner, exotischen Tänzerinnen und extravaganten Geschenken bekannt.
Diese 6 Beispiele zeigen, dass Politiker manchmal die Grenzen des akzeptablen Verhaltens überschreiten. Partys, Skandale und moralische Verfehlungen gehören leider zum politischen Geschäft. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Geschichten die politische Bühne in Zukunft noch bereithält.

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