Putin könnte die NATO in fünf bis acht Jahren angreifen, warnt der deutsche Verteidigungsminister

Putin könnte die NATO in „5 bis 8 Jahren“ angreifen, warnt der deutsche Verteidigungsminister

Der russische Präsident Wladimir Putin könnte in weniger als einem Jahrzehnt einen Angriff auf das Militärbündnis NATO starten, warnt der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius. In einem Interview mit der Tageszeitung „Der Tagesspiegel“ sagte Pistorius, man höre täglich Drohungen aus dem Kreml und müsse daher in Betracht ziehen, dass Putin eines Tages sogar ein NATO-Land angreifen könnte. Pistorius fügte hinzu, dass ein russischer Angriff derzeit zwar unwahrscheinlich sei, Experten aber einen Zeitraum von fünf bis acht Jahren für möglich hielten.

Wachsende Besorgnis in Europa

Nach der vollständigen Invasion der Ukraine durch den Kreml hat Russland seine aggressive Rhetorik gegenüber einigen seiner Nachbarn verstärkt. Dazu gehören die baltischen Staaten und Polen, die alle NATO-Mitglieder sind, sowie die Republik Moldau. Dies hat führende europäische Verteidigungspolitiker dazu veranlasst, vor der Gefahr eines größeren Konflikts zu warnen.

Warnungen von NATO-Vertretern

Der Vorsitzende des Militärausschusses der NATO, Admiral Rob Bauer, erklärte kürzlich, dass das Militärbündnis vor einer der gefährlichsten Zeiten seit Jahrzehnten stehe und dass eine „kriegsfähige Transformation der NATO“ notwendig sei. Auch der schwedische Oberbefehlshaber, General Micael Bydén, rief die Schweden dazu auf, sich „mental auf den Krieg vorzubereiten“. Auch der schwedische Minister für Zivilverteidigung, Carl-Oskar Bohlin, warnte, dass „der Krieg nach Schweden kommen könnte“.

Deutsche Verteidigungsdoktrin und polnische Bedenken

Deutschland hat Ende letzten Jahres erstmals seit 2011 seine militärisch-strategische Doktrin überarbeitet, um die Bundeswehr zu einer kampffähigen Armee zu machen. „Der Krieg ist nach Europa zurückgekehrt. Deutschland und seine Verbündeten sehen sich wieder einer militärischen Bedrohung gegenüber. Die internationale Ordnung wird in Europa und weltweit angegriffen. Wir stehen an einem Wendepunkt“, heißt es im ersten Absatz der neuen Doktrin.
Auch Polen, das in diesem Jahr mehr als vier Prozent seines BIP für Verteidigung ausgibt, ist besorgt über die Unberechenbarkeit Russlands nach dem unerwarteten Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz zeigte sich in einem Fernsehinterview besorgt und sagte, Russland scheine der Logik zu widersprechen. „Was 2022 passiert ist, schien unmöglich. Wir müssen auf jedes Szenario vorbereitet sein.“

Europa bereitet sich auf weitere russische Aggressionen vor

Der litauische Außenminister Gabrielius Landsbergis, ein prominenter Kritiker Putins und einer der lautesten Unterstützer der Ukraine in der EU, forderte Europa auf, sich schneller auf weitere russische Aggressionen vorzubereiten. Er warnte davor, dass Russland nicht auf die Ukraine beschränkt bleiben könnte und dass dies keine positive Entwicklung für Europa wäre.
Es ist notwendig, sich auf mögliche zukünftige Konflikte vorzubereiten. Deutschland, Polen und andere NATO-Mitglieder verstärken ihre Verteidigungsanstrengungen und passen ihre Strategien an, um den Herausforderungen einer möglichen russischen Bedrohung zu begegnen. Die Situation erfordert erhöhte Wachsamkeit und Koordination innerhalb der NATO, um die territoriale Integrität und Sicherheit der Mitgliedsländer zu gewährleisten.

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