Russland beendet grenzübergreifende Zusammenarbeit mit Finnland: Spannungen und Vorwürfe

Russland beendet grenzübergreifende Zusammenarbeit mit Finnland

Russland hat die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Finnland beendet. Die Entscheidung folgt auf Vorwürfe aus Helsinki, Russland habe eine Migrationskrise an der gemeinsamen Grenze provoziert. Die Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern sind seit der großangelegten russischen Invasion der Ukraine im Februar 2022 angespannt.

Das Ende des Abkommens

Das russische Außenministerium gab bekannt, dass es das Abkommen zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Russland und Finnland aus dem Jahr 2012 „beendet“ habe, ohne weitere Details zu nennen. Ziel des Abkommens war es, „zur Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Völkern beider Länder beizutragen und eine langfristige grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu entwickeln“.
Im Oktober bestellte das russische Außenministerium den finnischen Botschafter Antti Helanterä ein, um Helsinki mitzuteilen, dass Moskau das Abkommen wegen „konfrontativer Handlungen Finnlands gegen Russland und der Diskriminierung von Russen aufgrund ihrer nationalen Herkunft bei der Ausstellung von Einreisevisa“ aufgekündigt habe.

Spannungen zwischen Russland und Finnland

Die Beziehungen zwischen Russland und Finnland sind seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine stark angespannt. Finnland und Schweden haben daraufhin die Mitgliedschaft in der NATO beantragt. Finnland trat dem Bündnis im April bei, während Schweden noch auf die Zustimmung Ungarns wartet.
Im Dezember beschuldigte Helsinki Moskau, eine Migrationskrise ausgelöst zu haben, indem es Asylsuchende ohne gültige Reisedokumente an die Grenze gebracht und ins Land gelassen habe. Russland wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Entscheidung Finnlands sei „eindeutig provokativ und Teil des Versuchs, unsere Beziehungen weiter zu verschlechtern“.
Im selben Monat sagte Präsident Wladimir Putin im russischen Staatsfernsehen, es werde „Probleme mit Finnland geben“, und warf der NATO vor, Helsinki in das Bündnis „hineinzuziehen“.

Ausblick

Die Kündigung des Grenzabkommens zwischen Russland und Finnland markiert eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen den beiden Ländern. Die Migrationskrise an der gemeinsamen Grenze bleibt ein strittiges Thema, während Finnland seine Beziehungen zu NATO-Mitgliedern weiter stärkt.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Beziehungen zwischen Russland und Finnland in Zukunft entwickeln werden und ob es zu weiteren Konfrontationen oder möglicherweise zu einer Entspannung kommen wird.
Quelle: Politico

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