Russland greift Ukraine mit Raketen und Drohnen an

Russland greift Ukraine mit Raketen und Drohnen an

Russland hat am Samstagmorgen eine Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf mehrere Regionen der Ukraine gestartet, einen Tag nachdem Großbritannien ein Sicherheitsabkommen mit Kiew angekündigt und Milliarden für den Krieg in der Ukraine bereitgestellt hatte.

Angriffe mit Hyperschall-Raketen

Bei den Angriffen am Samstag seien auch leistungsstarke Hyperschallraketen vom Typ Kinshal eingesetzt worden, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Die ukrainische Luftabwehr registrierte insgesamt 40 Angriffe, davon 37 mit Raketen und drei mit Drohnen. Die Angriffe erstreckten sich auf die Regionen Kiew, Dnipropetrowsk, Tschernihiw, Poltawa und Iwano-Frankiwsk, teilte die Luftwaffe Reuters mit. Die Ukraine teilte mit, sie habe acht Raketen zerstört und weitere durch Funkstörungen abgeschossen. Es wurden keine Opfer gemeldet, aber mehrere Gebäude beschädigt.

Europäische Politiker sagen mehr Hilfe zu

Die Angriffe finden statt, während europäische Politiker nach Kiew reisen, um mehr Hilfe für das Jahr 2024 zu versprechen. Es wird befürchtet, dass die ukrainischen Vorräte an Flugabwehrraketen zur Neige gehen und dass die US-Hilfe aufgrund der Blockade des Kongresses und der diesjährigen Präsidentschaftswahlen ins Stocken geraten ist.
Der britische Premierminister Rishi Sunak hat der Ukraine am Freitag 2,5 Milliarden Pfund (2,9 Milliarden Euro) Militärhilfe für die Jahre 2024/2025 zugesagt. Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew unterzeichneten die beiden Länder auch ein bilaterales Sicherheitsabkommen, das die erste mehrjährige Garantie ist, die die Ukraine von einem Verbündeten erhält.
Der neu ernannte französische Außenminister Stéphane Séjourné, der am Samstag mit dem Zug in Kiew eintraf, versprach vor Journalisten, dass Frankreich die Ukraine langfristig wirtschaftlich, militärisch und humanitär unterstützen werde. Paris ist bisher einer der kleinsten Beitragszahler der EU für die Ukraine.
Der polnische Premierminister Donald Tusk plant ebenfalls eine Reise nach Kiew und kündigte an, am Montag dort einzutreffen. Warschau war ein starker Verbündeter Kiews, als Russland zum ersten Mal in die Ukraine einmarschierte, aber die Beziehungen verschlechterten sich im vergangenen Jahr nach Vorwürfen, dass ukrainische Lastwagenfahrer und Lebensmittelexporte der polnischen Wirtschaft schadeten.

Ausblick

Die Eskalation der russischen Angriffe auf die Ukraine ist ein besorgniserregendes Zeichen für die angespannte Lage in der Region. Die internationale Gemeinschaft muss dringend handeln, um eine weitere Eskalation zu verhindern und den Frieden in der Ukraine zu erhalten. Die Zusagen europäischer Politiker für mehr Unterstützung zeigen, dass die Ukraine nicht allein gelassen wird und ihre Sicherheit für die internationale Gemeinschaft von großer Bedeutung ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt und welche Maßnahmen ergriffen werden, um den Konflikt einzudämmen und eine friedliche Lösung zu finden.

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