Taiwan muss Lehren aus Ukraine-Krieg ziehen, sagt ehemaliger Top-Kommandeur

Taiwan muss Lehren aus Ukraine-Krieg ziehen, sagt ehemaliger Top-Kommandeur

Ein ehemaliger hochrangiger Militäroffizier sagt, Taiwan lerne zu langsam aus dem Krieg in der Ukraine und müsse seine Verteidigungsstrategie dringend überdenken und anpassen. Laut einem Bericht von Politico warnt Lee Hsi-ming, ehemaliger Generalstabschef der taiwanesischen Streitkräfte, davor, dass das Militär zu viel Geld in konventionelle Waffensysteme investiert, anstatt auf agile Waffensysteme wie Drohnen und mobile Luftverteidigungssysteme zu setzen.

Bedarf an agilen Waffensystemen

Lee Hsi-ming betont die Bedeutung agiler Waffensysteme, die effektiv gegen eine mögliche chinesische Invasion eingesetzt werden können. Insbesondere empfiehlt er den Einsatz von Drohnen und mobilen Luftabwehrsystemen, um China vor große Probleme zu stellen. Er argumentiert, dass Taiwan seine strategische Ausrichtung ändern und mehr in kostengünstige Waffensysteme mit hoher Überlebensfähigkeit investieren sollte. Er verweist auf den Ukraine-Krieg als Beispiel dafür, wie ein agiler Gegner wie Russland mit konventionellen Waffensystemen herausgefordert werden kann.

Die „Stachelschwein-Strategie

Seit der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 hat Taiwan an einer „Stachelschwein“-Strategie gearbeitet, die auf mobilen Abwehrwaffen mit kurzer Reichweite basiert. Die Herausforderungen, denen sich Russlands große Streitkräfte bei der Bekämpfung eines agilen Gegners in der Ukraine gegenübersahen, haben Taiwan zum Nachdenken angeregt. Die Entwicklung agiler, asymmetrischer Waffensysteme wird als entscheidend angesehen, um Taiwans Widerstandsfähigkeit zu verlängern.

Verweigerung der Luftherrschaft

Ein zentraler Aspekt zur Abschreckung einer chinesischen Invasion ist die Verweigerung der Lufthoheit. Taiwan müsste daher verstärkt in mobile Luftverteidigungssysteme investieren, da nicht-mobile und Langstreckensysteme leicht zerstört werden könnten. Auch kostengünstige Drohnen spielen in dieser Strategie eine wichtige Rolle. Lee empfiehlt Taiwan den Einsatz einer kleinen Anzahl hoch entwickelter Drohnen in Kombination mit einer großen Anzahl kleiner, kostengünstiger Angriffsdrohnen. Eine große Anzahl von Drohnen würde China vor erhebliche Probleme stellen.

Veraltete Waffensysteme aufgeben

Lee schlägt auch vor, die französischen Mirage-Kampfflugzeuge, die Taiwan 1997 gekauft hat, nach und nach auszumustern. Seiner Meinung nach sollte sich Taiwan mehr auf die Luftverteidigung konzentrieren, anstatt sich auf die Luftüberlegenheit durch Kampfflugzeuge zu verlassen. Derzeit gibt es jedoch finanzielle Beschränkungen für den Kauf neuer Flugzeuge.

Politische Herausforderungen

Die politischen Parteien Taiwans hätten bisher zu wenig getan, um eine tragfähige Verteidigungsstrategie zu entwickeln. Weder die oppositionelle Kuomintang (KMT) noch die regierende Demokratische Fortschrittspartei (DPP) hätten klare Konzepte zur Abschreckung Chinas vorgelegt. Lee kritisiert die Unklarheit und Zweideutigkeit beider Parteien in Bezug auf ihre Verteidigungsstrategien.

Zusammenfassung

Der ehemalige Generalstabschef Lee Hsi-ming warnt Taiwan davor, seine Verteidigungsstrategie angesichts der Lehren aus dem Krieg in der Ukraine zu langsam anzupassen. Er betont die Bedeutung agiler Waffensysteme wie Drohnen und mobiler Luftabwehrsysteme, um China effektiv begegnen zu können. Taiwan sollte weniger in konventionelle Waffensysteme investieren

Taiwan muss Lehren aus Ukraine-Krieg ziehen, sagt ehemaliger Top-Kommandeur

Ein ehemaliger hochrangiger Militäroffizier sagt, Taiwan lerne zu langsam aus dem Krieg in der Ukraine und müsse seine Verteidigungsstrategie dringend überdenken und anpassen. Laut einem Bericht von Politico warnt Lee Hsi-ming, ehemaliger Generalstabschef der taiwanesischen Streitkräfte, davor, dass das Militär zu viel Geld in konventionelle Waffensysteme investiert, anstatt auf agile Waffensysteme wie Drohnen und mobile Luftverteidigungssysteme zu setzen.

Bedarf an agilen Waffensystemen

Lee Hsi-ming betont die Bedeutung agiler Waffensysteme, die effektiv gegen eine mögliche chinesische Invasion eingesetzt werden können. Er empfiehlt insbesondere den Einsatz von Drohnen und mobilen Luftabwehrsystemen, um China vor große Probleme zu stellen. Er argumentiert, dass Taiwan seine strategische Ausrichtung ändern und mehr in kostengünstige Waffensysteme mit hoher Überlebensfähigkeit investieren sollte. Er verweist auf den Ukraine-Krieg als Beispiel dafür, wie ein agiler Gegner wie Russland mit konventionellen Waffensystemen herausgefordert werden kann.

Die „Stachelschwein-Strategie

Seit der russischen Invasion der Ukraine im Jahr 2022 arbeitet Taiwan an einer sogenannten „Stachelschwein-Strategie“, die auf mobilen Abwehrwaffen mit kurzer Reichweite basiert. Die Herausforderungen, mit denen Russlands umfangreiche Streitkräfte bei der Bekämpfung eines agilen Gegners in der Ukraine konfrontiert waren, haben Taiwan zum Nachdenken angeregt. Die Entwicklung agiler, asymmetrischer Waffensysteme wird als entscheidend angesehen, um Taiwans Widerstandsfähigkeit zu verlängern.

Verweigerung der Luftherrschaft

Ein zentrales Element zur Abschreckung einer chinesischen Invasion ist das Bestreiten der Lufthoheit. Taiwan wird daher verstärkt in mobile Luftverteidigungssysteme investieren müssen, da nicht mobile Systeme mit großer Reichweite leicht zerstört werden können. Auch kostengünstige Drohnen spielen in dieser Strategie eine wichtige Rolle. Lee empfiehlt Taiwan den Einsatz einer kleinen Anzahl hoch entwickelter Drohnen in Kombination mit einer großen Anzahl kleiner, kostengünstiger Angriffsdrohnen. Eine große Anzahl von Drohnen würde China vor erhebliche Probleme stellen.

Veraltete Waffensysteme aufgeben

Lee schlägt auch vor, die französischen Mirage-Kampfflugzeuge, die Taiwan 1997 gekauft hat, nach und nach auszumustern. Seiner Meinung nach sollte sich Taiwan mehr auf die Luftverteidigung konzentrieren, anstatt sich auf die Luftüberlegenheit durch Kampfflugzeuge zu verlassen. Derzeit gibt es jedoch finanzielle Beschränkungen für den Kauf neuer Flugzeuge.

Politische Herausforderungen

Die politischen Parteien Taiwans hätten bisher nicht genug getan, um eine tragfähige Verteidigungsstrategie zu entwickeln. Weder die oppositionelle Kuomintang (KMT) noch die regierende Demokratische Fortschrittspartei (DPP) hätten klare Konzepte vorgelegt, wie die Abschreckung gegenüber China umgesetzt werden könne. Lee kritisiert die Unklarheit und Zweideutigkeit beider Parteien in Bezug auf ihre Verteidigungsstrategien.

Zusammenfassung

Der ehemalige Generalstabschef Lee Hsi-ming warnt Taiwan davor, seine Verteidigungsstrategie angesichts der Lehren aus dem Krieg in der Ukraine zu langsam anzupassen. Er betont die Bedeutung agiler Waffensysteme wie Drohnen und mobiler Luftabwehrsysteme, um China effektiv begegnen zu können. Taiwan sollte weniger in konventionelle Waffensysteme investieren

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