Sieg der Super League vor dem EU-Gerichtshof: Wendepunkt für den europäischen Fußball

EU-Gerichtshof entscheidet gegen UEFA und FIFA: Fußball-Superliga siegt

Der Europäische Gerichtshof hat in einem wegweisenden Urteil entschieden, dass die Dachverbände UEFA und FIFA gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstoßen haben, indem sie die Gründung der Super League zu verhindern versuchten.

Kampf um die Zukunft des europäischen Fußballs

Die Entscheidung des Gerichtshofs eröffnet ein Ringen um die Zukunft des Fußballs in Europa. Die Regierungen Frankreichs und Italiens planen nun eine europäische Gesetzesänderung, um ähnliche Projekte wie die Super League zu blockieren. Schon im Januar wollen sie aktiv werden.

UEFA und FIFA haben ihre Vormachtstellung missbraucht

UEFA und FIFA haben ihre marktbeherrschende Stellung im Fußball missbraucht. Die Regeln der beiden Verbände, die jedes neue Interclub-Fußballprojekt wie die Super League von ihrer vorherigen Zustimmung abhängig machen und Vereinen und Spielern die Teilnahme an solchen Wettbewerben verbieten, wurden für rechtswidrig erklärt.

Schock für den europäischen Fußball

Das Urteil des Gerichtshofs erschüttert den europäischen Fußball und könnte die seit fast 70 Jahren etablierte Governance des beliebtesten Sports der Welt auf den Kopf stellen. Real Madrid und der FC Barcelona, unterstützt von A22 Sports, dem Promoter der Super League, hatten die UEFA beschuldigt, ein illegales Monopol im europäischen Fußball zu besitzen. Ihr Ziel war es, die UEFA als Organisator und Regulator des europäischen Fußballs zu stürzen. Obwohl die Pläne der spanischen Giganten, eine Super League zu gründen, immer noch auf Hindernisse stoßen – unter anderem auf die mangelnde Bereitschaft anderer Spitzenclubs, sich ihrem Projekt anzuschließen – öffnet das Urteil vom Donnerstag ihnen die Tür.

Die Freiheit der Vereine und die Reaktionen

Bernd Reichart, CEO von A22 Sports, sagte in einer Stellungnahme: „Wir haben das Recht, im Wettbewerb zu spielen. Die Monopolstellung der UEFA ist vorbei. Der Fußball ist frei. Die Vereine sind frei von drohenden Sanktionen und frei, ihre Zukunft selbst zu bestimmen. Er fügte hinzu: „Für die Fans: Wir schlagen vor, alle Spiele der Super League kostenlos anzubieten. Für die Vereine: Einnahmen und Solidaritätsausgaben sind garantiert.
Fußballfans spielten eine entscheidende Rolle bei der Ablehnung des ursprünglichen Super-League-Projekts für 2021. In einer Erklärung des Dachverbands Football Supporters Europe hieß es: „Was auch immer als Nächstes passiert, die Super League bleibt ein schlecht durchdachtes Projekt, das die Zukunft des europäischen Fußballs gefährdet. FSE, unsere Mitglieder und Fans in ganz Europa werden weiter dagegen kämpfen“.

Folgen für andere Sportverbände

Das Urteil hat auch Auswirkungen auf andere Sportverbände. Das Gericht bestätigte eine Entscheidung der Europäischen Kommission, wonach der Internationale Eiskunstlaufverband zwei Eiskunstläufer daran gehindert hatte, an konkurrierenden Turnieren teilzunehmen. Außerdem wurde im Fall des Royal Antwerp Football Club entschieden, dass die UEFA-Regeln, nach denen Plätze in Mannschaften für lokal ausgebildete Spieler reserviert werden müssen, aufgehoben werden müssen.

Zukunft des europäischen Fußballs

Die Super League, die im April 2021 von zwölf führenden europäischen Fußballvereinen gegründet wurde, scheiterte schließlich, nachdem sich mehrere Vereine nach zwei Tagen heftigen Widerstands von Fans, prominenten Spielern, Trainern, anderen Vereinen und Politikern zurückgezogen hatten. Die Organisatoren der Super League klagten daraufhin vor einem Madrider Gericht, dass UEFA und FIFA ein illegales Monopol im europäischen Fußball hätten und ihre Machtposition missbrauchten. Das Urteil des EU-Gerichtshofs stellt nun einen wichtigen Erfolg für die Super League dar und könnte den Weg für ihre zukünftige Umsetzung ebnen.
Die Reaktionen auf das Urteil sind unterschiedlich. Während die Befürworter der Super League die Entscheidung als Sieg für die Vereine und die Wettbewerbsfreiheit feiern, sorgen sich Kritiker um die Auswirkungen auf den europäischen Fußball. Sie befürchten, dass eine Super League die bestehenden nationalen Ligen und Wettbewerbe schwächen und die finanzielle Kluft zwischen den Top-Clubs und den kleineren Vereinen weiter vergrößern könnte.
Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Die Regierungen Frankreichs und Italiens haben bereits angekündigt, sich gegen ähnliche Projekte wie die Super League zu positionieren und Gesetzesänderungen anzustreben, um diese zu blockieren. Die Zukunft des europäischen Fußballs steht auf dem Spiel und es ist zu erwarten, dass der Kampf um die Governance und die Regeln des Sports weitergehen wird.
Die Entscheidung des EU-Gerichtshofs hat Auswirkungen über den Fußball hinaus. Sie stärkt die Position derjenigen, die sich gegen Monopole und Wettbewerbsbeschränkungen in verschiedenen Sportarten wehren. Es ist zu erwarten, dass andere Sportverbände und -organisationen die Entscheidung genau beobachten und möglicherweise ihre eigenen Regeln und Vorschriften überprüfen werden.
Insgesamt markiert das Urteil des EuGH einen wichtigen Wendepunkt im Streit um die Super League und die Governance des europäischen Fußballs. Die Entscheidung zugunsten der Super League stellt die etablierte Ordnung des Fußballs in Frage und könnte weitreichende Auswirkungen auf den Sport haben. Es bleibt abzuwarten, wie UEFA, FIFA und andere Beteiligte auf das Urteil reagieren und wie sich die Situation in den kommenden Monaten und Jahren entwickeln wird. Der Kampf um die Zukunft des europäischen Fußballs ist noch lange nicht entschieden.

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