Russische Krankenschwester wegen Brandstiftung zu acht Jahren Haft verurteilt

Russische Krankenschwester nach Brandanschlag auf Rekrutierungsbüro zu 8 Jahren Haft verurteilt

Ein russisches Gericht im westlichen Militärbezirk hat Maxim Asriyan, eine Krankenschwester aus St. Petersburg, zu acht Jahren Haft verurteilt, weil sie versucht hatte, das Büro für militärische Registrierung und Einberufung in Brand zu setzen.

Verhaftung und Anklage

Asrijan wurde vorgeworfen, über den Zaun des Büros geklettert zu sein und eine brennbare Flüssigkeit bei sich gehabt zu haben, berichtete das unabhängige russische Nachrichtenportal Mediazona am Donnerstag. Der 26-Jährige war im Oktober 2022 am Flughafen Pulkowo in St. Petersburg festgenommen worden.
Asriyan gab zu, Treibstoff gekauft zu haben und zum Einberufungsbüro gegangen zu sein, um das Gebäude anzuzünden. Er habe jedoch seine Meinung geändert, weil er nicht wollte, dass Menschen zu Schaden kommen.

Anklage und Urteil

Er wurde der Planung eines Terroranschlags und des Hochverrats für schuldig befunden. Medienberichten zufolge ergaben die Ermittlungen, dass Asriyan „mit ausländischen Geheimdiensten in Kontakt gestanden“ und einem Freund gesagt hatte, dass er „mit der derzeitigen Regierung unzufrieden“ sei. Er bestritt jedoch jegliche Verbindung zu ausländischen Diensten oder extremistischen Organisationen.
Die ersten zweieinhalb Jahre seiner Strafe wird er im Gefängnis verbüßen, den Rest in einer Hochsicherheitsstrafkolonie.

Ähnlicher Fall in Irkutsk

Ein ähnlicher Fall ereignete sich in Irkutsk, wo der LKW-Fahrer Ruslan Zinin wegen Mordes an einem Militärkommissar im Jahr 2022 und wegen des Versuchs, das Einberufungsbüro in Brand zu setzen, um die Einberufung seines Cousins zu verhindern, vor Gericht stand. Zinin wurde zu 19 Jahren Haft verurteilt.

Reaktionen und Proteste

Die Verurteilung von Maxim Asrijan hat in Russland große Aufmerksamkeit erregt und zu Protesten geführt. In ländlichen Gebieten Russlands kam es zu Demonstrationen zur Unterstützung des inhaftierten Aktivisten. Die Demonstranten fordern eine Überprüfung des Falles und argumentieren, dass Asriyan möglicherweise zu Unrecht verurteilt wurde.

Weitere Entwicklungen

Die Verurteilung von Maxim Asrijan wirft Fragen zu Meinungsfreiheit und politischem Dissens in Russland auf. Kritiker werfen der russischen Regierung vor, mit harten Strafen gegen Oppositionelle und Kritiker vorzugehen und die Rechte der Bürger einzuschränken.
Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Fall auf die öffentliche Debatte und die politische Landschaft in Russland auswirken wird. Es ist zu erwarten, dass nationale und internationale Menschenrechtsorganisationen den Fall weiter beobachten und sich für ein faires Verfahren und die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen werden.

Schlussfolgerung

Die Verurteilung von Maxim Asrijan zu acht Jahren Haft wegen versuchter Brandstiftung in einem militärischen Rekrutierungsbüro wirft Fragen zur Meinungsfreiheit und politischen Dissidenz in Russland auf. Der Fall hat Proteste ausgelöst und die Aufmerksamkeit nationaler und internationaler Menschenrechtsorganisationen auf sich gezogen. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Fall auf die politische Landschaft in Russland auswirken wird und ob er weitere Diskussionen über die Rechte der Bürger und die Rolle der Justiz in Russland auslösen wird.

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