Deportierte ukrainische Kinder: Überlebenstraining mit weißrussischem Militär

Deportierte ukrainische Kinder zum „Überlebenstraining“ mit belarussischem Militär geschickt

Dutzende ukrainische Kinder aus einer russisch besetzten Stadt in der Ukraine wurden nach Belarus verschleppt und zu einem „Überlebenstraining“ mit der belarussischen Armee geschickt, wie lokale Medien berichten.

Kinder aus russisch besetzter Stadt nach Weißrussland gebracht

Dutzende ukrainische Kinder sind laut lokalen Medienberichten aus einer russisch besetzten Stadt in der Ukraine nach Belarus gebracht und zu einem „Überlebenstraining“ mit dem belarussischen Militär geschickt worden.
Der staatliche belarussische Fernsehsender Belarus 4 Mogilew berichtete am Mittwoch, 35 Kinder seien aus der seit 2014 von Russland besetzten ostukrainischen Stadt Antratsyt in die belarussische Stadt Mogilew gebracht worden. Dort sollen sie bei Übungen mit dem weißrussischen Militär gelernt haben, „wie man sich in Extremsituationen verhält“.

Überlebenstraining mit weißrussischem Militär

Der Bericht zeigt, wie sich die Kinder – einige tragen Trainingsanzüge mit russischen Flaggen an den Ärmeln – während eines Feuerwehrtrainings gegenseitig festhalten und ihre Gesichter bedecken.

Tausende ukrainische Kinder verschleppt

Seit der vollständigen russischen Invasion im Februar 2022 wurden Tausende ukrainische Kinder aus den russisch besetzten Teilen der Ukraine nach Russland und Weißrussland deportiert. Im Juli 2023 erklärte die russische Kinderbeauftragte Maria Lwowa-Belowa, dass etwa 700.000 ukrainische Kinder von Russland „aufgenommen“ worden seien, die meisten von ihnen in Begleitung ihrer Eltern oder anderer Verwandter.

Yale Studie über deportierte Kinder

Eine Studie der Universität Yale hat ergeben, dass zwischen September 2022 und Mai 2023 mehr als 2.400 ukrainische Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren aus den von russischen Truppen besetzten Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja nach Belarus deportiert wurden.

Präsident Lukaschenko trifft verschleppte Kinder

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko traf sich letzten Monat mit einer Gruppe deportierter ukrainischer Kinder und versprach, diese Kinder in Belarus willkommen zu heißen, sie zu umarmen, ihnen ein warmes Zuhause zu geben und ihre Kindheit glücklicher zu machen.

Internationale Reaktionen

Im März 2023 erließ der Internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag einen Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin und Maria Lwowa-Belowa und beschuldigte sie der „illegalen Deportation“ ukrainischer Kinder. Moskau wies die Vorwürfe zurück.
Die „Zwangsumsiedlung und Russifizierung ukrainischer Kinder“ hatte der Europarat im April als „Beweis für Völkermord“ bezeichnet.

Schlussfolgerung

Die Situation der deportierten ukrainischen Kinder, die mit dem belarussischen Militär „Überlebenstraining“ absolvieren, wirft ernste Fragen auf und hat internationale Besorgnis hervorgerufen. Die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen sollten sich weiterhin für den Schutz der Rechte und des Wohlergehens dieser Kinder einsetzen und Maßnahmen ergreifen, um ihre sichere Rückkehr in ihre Heimatländer zu gewährleisten.

Leave a Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert