Nur noch 5 Ärzte in einem der letzten Krankenhäuser in Gaza: Eine humanitäre Krise

Nur noch 5 Ärzte in einem der letzten Krankenhäuser in Gaza, warnt die WHO

Die humanitäre Lage in Gaza verschlechtert sich weiter, während die Zahl der Ärzte in einem der letzten verbliebenen Krankenhäuser bedrohlich sinkt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt, dass nur noch fünf Ärzte im Al-Aqsa-Krankenhaus arbeiten. Diese alarmierende Situation stellt eine ernsthafte Bedrohung für die medizinische Versorgung der Bevölkerung dar.

Gefährliche Bedingungen zwingen medizinisches Personal zur Flucht

Die WHO hat eine Mission in das Al-Aqsa-Krankenhaus entsandt und festgestellt, dass die meisten medizinischen Mitarbeiter aufgrund der gefährlichen Bedingungen und eines Evakuierungsbefehls geflohen sind. Die verbliebenen Ärzte arbeiten unter extremem Druck, da täglich mehr als hundert Verletzte in das überfüllte Krankenhaus eingeliefert werden.

Zahl der Verletzten und Toten steigt

Die WHO warnt, dass die Zahl der Verletzten und Toten in den letzten Tagen stark angestiegen ist. Die steigende Zahl der Verletzungen steht im Zusammenhang mit vermehrtem Beschuss, Schussverletzungen, Verletzungen durch einstürzende Gebäude und anderen kriegsbedingten Traumata im Zusammenhang mit den Bodenangriffen der israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF).

Verlust medizinischer Einrichtungen und Rückzug von Hilfsorganisationen

Im November wurde das größte Krankenhaus in Gaza, das Al-Shifa-Krankenhaus, von israelischen Streitkräften durchsucht. Die israelischen Streitkräfte behaupteten, dass die Hamas-Miliz versuche, ihre Operationen in der Einrichtung zu verstecken, was von der Hamas bestritten wurde. Die WHO bezeichnete das militärische Eindringen in das Krankenhaus damals als „völlig inakzeptabel“.
Die medizinischen Hilfsorganisationen Medical Aid for Palestinians (MAP) und das Emergency Medical Team (EMT) des International Rescue Committee (IRC) haben angekündigt, sich aufgrund der gefährlichen Lage aus Gaza zurückzuziehen. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es, das Al-Aqsa-Krankenhaus sei das letzte funktionierende Krankenhaus im Zentrum von Gaza. Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben das Gebiet um das Krankenhaus zur „roten Zone“ erklärt, woraufhin MAP und IRC ihre Mitarbeiter zum Schutz abgezogen haben.

Bedrohung der Gesundheitsversorgung und humanitäre Krise

Die Lage in Gaza wird immer besorgniserregender. Die Eskalation des Konflikts und der Mangel an medizinischem Personal gefährden die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Das Fehlen ausreichender medizinischer Hilfe kann zu weiteren Todesfällen führen und die humanitäre Krise in Gaza verschärfen.

Appell zum Schutz der Gesundheitsversorgung

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus richtete angesichts der prekären Lage einen dringenden Appell an die Konfliktparteien. Er betonte, dass der Schutz der Gesundheitsversorgung von grundlegender Bedeutung sei und es unvorstellbar sei, dass dieser nicht gewährleistet werden könne. Angesichts der anhaltenden Gewalt und des akuten Mangels an medizinischem Personal müssen unverzüglich Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit und den Zugang zur Gesundheitsversorgung in Gaza zu gewährleisten.

Internationale Gemeinschaft muss handeln

Angesichts der sich verschlechternden humanitären Lage in Gaza ist es von entscheidender Bedeutung, dass die internationale Gemeinschaft ihre Anstrengungen verstärkt, um die dringend benötigte medizinische Versorgung sicherzustellen. Es ist notwendig, dass alle Konfliktparteien den Schutz von medizinischem Personal und Einrichtungen gewährleisten und sicherstellen, dass humanitäre Organisationen ungehinderten Zugang zu den betroffenen Gebieten haben. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die internationale Gemeinschaft ihre Unterstützung für die medizinische Nothilfe und den Wiederaufbau des Gesundheitssystems in Gaza verstärkt.

Die Notwendigkeit einer dauerhaften Lösung

Die aktuelle Krise im Gaza-Streifen unterstreicht erneut die dringende Notwendigkeit einer nachhaltigen politischen Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts. Die anhaltende Gewalt und die humanitäre Krise haben verheerende Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Gaza. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass alle Parteien ernsthafte Verhandlungen aufnehmen, um ein dauerhaftes Friedensabkommen zu erreichen und die Lebensbedingungen in Gaza zu verbessern.

Schlussfolgerung

Die Warnung der WHO vor akutem Ärztemangel in einem der letzten Krankenhäuser in Gaza ist ein alarmierendes Zeichen für die prekäre Situation in der Region. Die steigende Zahl von Verletzten und Toten sowie der Verlust von medizinischen Einrichtungen und Hilfsorganisationen haben zu einer bedrohlichen Verschlechterung der Gesundheitsversorgung geführt. Die internationale Gemeinschaft muss dringend handeln, um die Gesundheitsversorgung zu sichern und eine nachhaltige Lösung für den Konflikt zu finden. Nur so kann die humanitäre Krise in Gaza gelindert und das Leben der Menschen verbessert werden.

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