Ukrainischer Botschafter bestreitet deutschen Druck auf Friedensgespräche mit Russland

Ukrainischer Botschafter bestreitet deutschen Druck für Friedensgespräche mit Russland

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksij Makejew, hat Behauptungen zurückgewiesen, wonach Berlin Druck auf Kiew ausübe, um einen Friedensvertrag mit Russland zu erreichen. Die Spekulationen waren durch einen Bericht des Spiegel über ein geheimes „Russland-Dinner“ in der deutschen Botschaft in Washington Ende Oktober genährt worden. Dort soll der engste Mitarbeiter von Bundeskanzler Olaf Scholz, Wolfgang Schmidt, euphorisch den Vorschlag des US-Think-Tankers Samuel Charap gelobt haben, den Krieg in der Ukraine durch ein vermitteltes Abkommen mit Moskau zu beenden.

Makejew bestreitet deutschen Druck

Der ukrainische Botschafter in Berlin, Oleksii Makeiev, hat in einem Podcast-Interview mit dem RRB bestritten, dass die deutsche Regierung Kiew unter Druck setzt, Friedensgesprächen mit Russland zuzustimmen, die zu einem dauerhaften Verlust ukrainischen Territoriums führen könnten. Makejew fügte hinzu, dass dieser Druck nicht hinter verschlossenen Türen stattfinde.

Bundeskanzleramt weist Vorwürfe zurück

Ein Vertreter des deutschen Kanzleramts sagte POLITICO, Schmidt weise die „haltlosen Behauptungen“ in dem Spiegel-Bericht zurück. Sowohl Scholz als auch andere westliche Spitzenpolitiker hätten wiederholt betont, dass allein Kiew entscheiden müsse, wann und unter welchen Bedingungen ein Friedensvertrag mit Moskau geschlossen werde.

Die Haltung Deutschlands und Russlands

Jens Plötner, außen- und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzler Scholz, und Andriy Yermak, Leiter des Büros des ukrainischen Präsidenten, schrieben Anfang des Monats in einem Gastkommentar: „Ein bloßer Waffenstillstand heute würde Russlands Landraub legitimieren und den Weg für einen weiteren eingefrorenen Konflikt ebnen“. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte letzte Woche, dass er erst dann bereit sei, über Frieden mit der Ukraine zu sprechen, wenn er seine Ziele in diesem Krieg erreicht habe.

Ausblick

Die Absage des ukrainischen Botschafters Makejew und die Zurückweisung der Vorwürfe durch das Bundeskanzleramt werfen Fragen nach möglichen Geheimverhandlungen zwischen Deutschland und Russland über eine Lösung des Konflikts in der Ukraine auf. Die deutsche Position, dass die Ukraine selbst über den Friedensprozess entscheiden sollte, steht weiterhin im Mittelpunkt der internationalen Diskussion. Die Lage bleibt angespannt und die Welt blickt gespannt auf die weitere Entwicklung dieses wichtigen geopolitischen Konflikts.

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