Verurteilung der Nawalny-Anhängerin Ksenija Fadejewa zu neun Jahren Haft

Nawalny-Verbündete Ksenia Fadejewa zu neun Jahren Haft verurteilt

Ksenija Fadejewa, eine Verbündete des inhaftierten russischen Oppositionsführers Alexei Nawalny, ist von einem sibirischen Gericht wegen angeblicher extremistischer Aktivitäten zu neun Jahren Haft verurteilt worden.
Fadejewa war früher Leiterin von Nawalnys örtlichem Hauptquartier in der Stadt Tomsk und Mitglied des Stadtrats. Sie wurde am Freitag zu neun Jahren Haft und einer Geldstrafe von rund 5.000 Euro verurteilt. Das Gericht warf ihr vor, sich während ihrer Amtszeit in einer extremistischen Organisation betätigt zu haben, wie Mediazona berichtete.
Der Verteidiger von Fadeyeva sagte nach dem Prozess am Freitag, was in diesem Prozess passiert sei, habe nichts mit Gerechtigkeit zu tun. „Wir wurden eine Woche lang schikaniert. Die Verteidigung wurde in der Phase der Beweisführung eingeschränkt“, sagte der Anwalt laut Mediazona.
Die Staatsanwaltschaft, die eine Haftstrafe von 10,5 Jahren für Fadeyeva gefordert hatte, durfte „monatelang Beweise in mehr als 25 Anhörungen“ vorlegen, während das Verteidigungsteam von Fadeyeva nur „vier Tage Zeit hatte, um Beweise vorzulegen“, so ihr Anwalt.
Fadeyeva wurde im Dezember 2021 festgenommen, nachdem ein Moskauer Gericht im Juni 2021 Navalnys politische Gruppe, die Antikorruptionsstiftung, zu einem „extremistischen“ politischen Netzwerk erklärt und alle ihre Aktivitäten verboten hatte. Im Januar 2022 wurde Fadeyeva auf die russische Terrorliste gesetzt.
„Ksenia hat kein Verbrechen begangen, sie ist eine mutige Politikerin, die gegen Putins korruptes Regime kämpft. Sie muss frei sein“, sagte Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung letzte Woche.
Das Urteil folgt auf Nawalnys Kampagne, bei den Wahlen im März für jeden außer Amtsinhaber Wladimir Putin zu stimmen. Kurz nach dem Start verschwand Nawalny für drei Wochen, während er in eine andere Strafkolonie oberhalb des Polarkreises verlegt wurde. Im August wurde Nawalny zu weiteren 19 Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis verurteilt.
Die Verurteilung von Fadejewa ist ein weiterer Schlag gegen die Oppositionsbewegung in Russland und wirft erneut Fragen zur Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechtslage im Land auf. Die internationale Gemeinschaft hat das Vorgehen der russischen Regierung gegen Oppositionelle scharf kritisiert und fordert eine faire Behandlung und ein Ende der politischen Verfolgung.
Die Verurteilung von Nawalnys Verbündeten und die fortgesetzte Unterdrückung der Opposition zeigen, dass das russische Regime entschlossen ist, jegliche Kritik und Opposition zu unterdrücken. Die internationale Gemeinschaft muss weiterhin Druck auf Russland ausüben, um die Rechte der Bürger zu schützen und die politische Unterdrückung zu beenden. Die Verurteilung von Ksenia Fadeyeva ist ein trauriges Beispiel für die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und politischer Dissidenten in Russland.

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