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Wollen wir einen Ballenberg?

Nein, das wollen wir nicht in Arlesheim. Schön ist der Ortskern und soll es unbedingt auch bleiben. Belebt soll er sein mit florierenden Geschäften, Cafés und Restaurants zum Verweilen, schönem Wohnraum und Aussenräumen, in welchen sich Jung und Alt gerne aufhalten. Wir alle können dazu beitragen, damit dies so bleibt. Wir können vermehrt im Dorf einkaufen und durch die schönen Gässlein flanieren. Damit Jung und Alt auch im Sommer gerne ins Dorf kommen, braucht es mehr schattenspendende Bäume. Um problemlos zu Fuss, mit dem Velo oder für schwere Einkäufe mit dem Auto ins Dorf zu gelangen, soll der Durchgangsverkehr nach Liestal und Dornach abnehmen, und die Begegnungszone in voller Grösse erhalten bleiben. Zusammen mit Gewerbetreibenden soll der Gemeinderat Geschäfte in unserem schönen Ortskern stärken.

Was noch fehlt, ist ein Energiekonzept. Prädestiniert wäre ein Fernwärmenetz, eine Holzschnitzelanlage im neuen Quartierplan beim Tram und auch gut integrierte Solaranlagen auf nicht geschützten Bauten sollen möglich sein. So stellen wir uns den Arlesheimer Ortskern in Zukunft vor. Dem Gemeinderat danken wir herzlich für die vielen Möglichkeiten der Partizipation bei dessen Entwicklung.

Ihre Frischluft

Weihnachten und Neujahr

Der Sommer 2018 mit seinem Dauersonnenwetter wird uns bestimmt allen lang in Erinnerung bleiben. Wir von der Frischluft bemühten uns, ihn immer wieder mit frischer Luft zu durchwehen. So zum Beispiel mit zwei erfrischenden Dorfrundgängen: Einem ersten im Juni zum Thema „Essbare Gemeinde“, der uns durch den Bauerngarten, zur frisch bepflanzten Rondelle am Dorfplatz und auch zur Obstbaumwiese führte. Und einem zweiten im November, bei dem Hansjörg Fankhauser eine grosse interessierte Besucherschar durch das Schoren-Areal und die faszinierende Vision von UpTown Basel gelotst hat.

Mit frischem Schwung ging es am 26. Mai an die zweite öffentliche Konferenz zur zukünftigen Ortskernentwicklung, ein Thema, das uns besonders wichtig ist, und zu dem wir uns mit klaren Anliegen einbringen. Ganz frisch soll in Arlesheim auch das Initiativrecht auf Gemeindeebene eingeführt werden. Dazu haben wir im September, zusammen mit der SP Arlesheim, eine entsprechende Initiative gestartet und sind am Unterschriften sammeln.

Nach den Sommerferien gab es wieder grosses Openair-Kino und Bewirtung auf dem Dorfplatz – ein jedes Jahr von neuem erfrischender Kultur- und Begegnungsanlass für das ganze Dorf.

Auch 2019 werden wir uns mit vielen weiteren frischen Ideen und Initiativen für Arlesheim engagieren. Allen, die uns bis jetzt dabei unterstützt haben, sagen wir herzlichen Dank. Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und ein glückliches und erfrischendes neues Jahr!

 

Ihre Frischluft

Fragwürdiger Vorstoss in der Sozialhilfe

„Motivation statt Repression“ – unter dieser Bezeichnung überwies der Landrat am 26. April mit hauchdünnem Mehr und gegen die klare Empfehlung des Regierungsrats einen Vorstoss von der SVP. Tatsächlich soll mit diesem Vorstoss aber genau das Gegenteil einer Motivation gesetzlich festgeschrieben werden, nämlich eine allgemeine primäre Repression sämtlicher Sozialhilfebeziehenden mittels drastisch gekürzter Unterstützungsgelder. Die Annahme des Vorstosses zeugt von einer erschreckenden Ahnungslosigkeit der sozialen Wirklichkeit und einer grundsätzlichen menschenverachtenden Haltung. So sind z. B. etwa ein Drittel der Sozialhilfebeziehenden Kinder unter achtzehn Jahren! Ebenso missachtet der Entscheid die Arbeit der Sozialdienste und Sozialhilfebehörden in den Gemeinden. Der Kanton Baselland verfügt über ein differenziertes Sozialhilfegesetz und entsprechende Verordnungen. Vor rund zwei Jahren trat die grosse Teilrevision dieser Gesetzesvorlagen in Kraft, die nicht nur eine markante Kürzung der bisherigen Sozialhilfeunterstützung sondern auch klare und einschneidende Sanktionsmöglichkeiten bei Nichtwirkung vorgeben. Die Motivationsbeilage wurde abgeschafft, da sie sich als nicht mehr taugliches Instrument erwies. Die Frischluft Arlesheim stellt sich klar gegen diesen in allen Belangen äusserst fragwürdigen Vorstoss einer knappen Mehrheit im Baselbieter Landrat.

Ihre Frischluft Arlesheim

 

Arlesheim Einfach Essbar

Ab Donnerstag, den 1. März, überlässt die Arlesheimer Gemeindeverwaltung die Baumrondelle am Eingang zum Dorfplatz für zwei Jahre unserem OK „Arlesheim Einfach Essbar“ zur Bewirtschaftung. Es soll der Beginn unseres Projektes, Arlesheim in eine sogenannte essbare Gemeinde zu verwandeln, sein.

Wir planten eine erste kleine Pflanzaktion, doch die aktuellen eisigen Temperaturen machen diese leider unmöglich. So lehrt uns die Natur gleich zu Anfang, auf sie Rücksicht zu nehmen und auf ihre Launen mit Kreativität und Flexibilität zu reagieren.

Wir hoffen nun auf den 14. April 2018. An diesem Tag wird der Dorfmarkt stattfinden. Und dieser wird dann hoffentlich von schönem Frühlingswetter begleitet sein, so dass wir die Rondelle mit vielen essbaren Pflanzen für den Sommer bepflanzen können.

OK Arlesheim Einfach Essbar

Neues Jahr, neue Ziele

Die ersten Wochen im Neuen Jahr sind immer wieder etwas Besonderes. Es scheint, dass noch alles möglich ist. Eine Welt ohne Krieg und ohne Hunger oder einfach eine Welt ohne Ungerechtigkeit! Halten wir dieses Gefühl doch noch etwas fest. Das neue Jahr beginnt für die Frischluft mit aktuellen Themen. Zwei davon möchten wir Ihnen kurz näher vorstellen: Bisher konnten stimmberechtigte ArlesheimerInnen nur beschränkt neue Themen einbringen. Ein Initiativrecht, wie es sich seit vielen Jahrzehnten auf Bundes- und Kantonsebene als demokratisches Mittel bewährt hat, existierte nicht. Dank einer Änderung des Gemeindegesetzes durch den Landrat wird ab diesem Jahr das Durchführen einer Gemeinde-Initiative möglich. Dazu braucht es aber eine Änderung der Gemeindeordnung. Die Frischluft setzt sich dafür ein, dieses Initiativrecht auch der Arlesheimer Bevölkerung zu ermöglichen. Ein weiteres wichtiges Thema ist die vermehrte Einbindung von jungen Menschen in das politische Geschehen. Eine Gelegenheit bietet die Abstimmung vom 4. März 2018, wo wir es unseren Jugendlichen ermöglichen könnten ab 16 Jahren auf Kantonsebene das Stimmrecht zu erhalten. Ihnen allen wünschen wir von Herzen ein gutes neues Jahr, und dass sich Ihre Wünsche erfüllen werden.

 

Ihre Frischluft

Die Frischluft an der Usestuehlete 2017

Unser Stand zur Idee „Arlesheim Einfach Essbar“ wurde rege besucht und wir haben uns über die vielen anregenden Gespräche und das grosse Interesse sehr gefreut. Dreissig am Gärtnern interessierte Personen haben ihre Adressen hinterlassen und warten nun gespannt auf den Start des Projektes. Das Organisationsteam ist sehr zufrieden und wird in den nächsten Tagen das weitere Vorgehen festlegen.

Wir freuen uns auf unser Projekt „Arlesheim Einfach Essbar“ und halten Sie an dieser und anderer Stelle auf dem Laufenden!

Weitere Informationen zur Idee „Arlesheim-Einfach Essbar, eine bessere Welt ist pflanzbar“ finden Sie hier oder in der aktuellen Gemeinde TV-Sendung

 

Das Organisationsteam von links nach rechts:  Von der Frischluft Sabine Scherrer, Cilly Weiligmann, Nicole Barthe Seelig und von der Geschäftsleitung der Grünen, Nathalie Martin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfach Essbar – Eine bessere Welt ist pflanzbar!

Stellt euch vor, ihr schlendert durch Arlesheim und stosst immer wieder auf kleine Gemüsebeete oder Pflanztöpfe. Daneben stehen Schilder mit dem Aufdruck „Pflücken und Ernten erlaubt!“

Einfach ernten, ohne dass man unbedingt selber gesät und gehackt hat, das scheint sehr befremdlich und völlig unrealistisch. Doch inzwischen gibt es viele Gemeinden/Städte, die sich der Idee der „essbaren Gemeinde“ angeschlossen haben. In essbaren Gemeinden werden öffentliche Flächen, in öffentliche „Selbsternte-und Naschgärten“ verwandelt und durch „essbare Gärten“ von Vereinen, Firmen und Privatpersonen ergänzt. Jeder kann sich aktiv am Gärtnern und Ernten beteiligen, in dem er den eigenen Platz vor der Haustüre mit essbaren Pflanzen, Kräutern oder Blumen bepflanzt oder sich einer Gruppe von Menschen anschliesst, die gemeinsam einen Platz in ihrem Quartier oder an einem öffentlichen Ort pflegen. Solche Gärten sind nicht nur Produktionsstätten, sie sind vielmehr auch Treffpunkt, fördern das soziale Miteinander, quer durch alle Schichten und Altersgruppen. Wachsen und Zusammenwachsen stehen im Mittelpunkt. Die Menschen bekommen wieder mehr Bezug zu ihren Lebensmitteln, zu den Jahreszeiten und zum Aufwand, welcher hinter jeder Lebensmittelproduktion steckt. Daneben kann mit dem Anbau, der Pflege sowie dem Ernten von einheimischen Nutzpflanzen, eine Auseinandersetzung mit ökologischen Themen und Ernährungsfragen, mit Nachhaltigkeit und Entwicklung stattfinden. Nicht nur Menschen sind von solchen Gärten angezogen, sondern auch eine Vielzahl von heimischen Tieren, Vögel, wichtige Bestäuber wie Insekten und Bienen.

Auch uns begeisterte diese Idee so sehr, dass wir gerne mit dem Projekt „Arlesheim- einfach Essbar“ starten, damit auch unsere Gemeinde ein „Lebens-Mittel-Punkt“ wird. Wir möchten die Arlesheimer Bewohnerinnen und Bewohner, ob jung, alt oder ganz alt ebenfalls für diese Idee begeistern und zum Mitmachen motivieren. Das genaue Vorgehen wird noch erarbeitet, doch falls bei dir/euch/ Ihnen schon jetzt Interesse aufflammt, freuen wir uns über jede Kontaktaufnahme.

An der „Usestuehlete“ vom 8./9. September kann man an unserem Stand schon einmal einen ersten Eindruck von dem Projekt gewinnen. Zum Schluss zwei sehr interessante Links zu dem Thema:

 

http://einfachessbar.org/

http://www.permakulturwildniskultur.wordpress.com

Wechsel in der Gemeindekommission

Petra Iten hat sich aus zeitlichen Gründen auf Ende Juni aus der Gemeindekommission (GK) zurückgezogen. Sie war zwei Jahre für die Frischluft in der GK aktiv. Sie hat sich insbesondere für attraktive Freiräume für die Jugendlichen sowie für tolle Familien- und Sportangebote engagiert.

Marcel Liner wird für sie nachrücken. Er ist heute schon in der Naturschutzkommission für die Gemeinde aktiv. Seit mehreren Jahren engagiert er sich im Vorstand der Frischluft. Marcel Liner ist ein ausgewiesener Kenner der Schweizer Landwirtschaftspolitik. Für seinen Arbeitgeber Pro Natura setzt er sich für mehr Ökologie in der Schweizer Landwirtschaft ein, insbesondere für eine Schweiz frei von Gentechnik. Neben der nationalen Politik interessiert sich Marcel Liner sehr für kantonale und kommunale Anliegen. Die Frischluft ist sicher, dass mit Marcel Liner eine sehr kompetente Nachfolge für Petra Iten in die Gemeindekommission nachrückt.

Der Vorstand bedankt sich ganz herzlich bei Petra Iten für ihren geleisteten Einsatz. Marcel Liner wünschen wir einen guten Start und viel Erfolg.

 

Ihre Frischluft

Für eine grüne Wirtschaft

„Natürliche Ressourcen wie Wasser, Luft, Boden oder Rohstoffe sind eine zentrale Grundlage unserer Wohlfahrt. Heute verbrauchen die Menschen zu viele natürliche Ressourcen. Weil Wirtschaft und Bevölkerung wachsen, nimmt der Druck auf die Umwelt weiter zu. Damit die Wirtschaft prosperieren kann, und die Lebensqualität der Menschen auch in Zukunft erhalten bleibt, müssen die natürlichen Ressourcen effizienter genutzt werden.“ So steht es in den Erläuterungen des Bundesrates als Einführung für die Volksinitiative für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft. Denn 73 Prozent der Umweltbelastung durch unseren Konsum in der Schweiz fällt nicht hier, sondern im Ausland an. Das ist weder nachhaltig noch ethisch vertretbar.

Diesen Missstand will die Initiative „Grüne Wirtschaft“ beheben. Der Initiativtext ist moderat formuliert. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger setzen mit der Annahme ein klares Zeichen, nicht mehr aber auch nicht weniger. Die Umsetzung erfolgt dann erstens über den Gesetzgeber, also dem Parlament und zweitens schrittweise über eine ganze Generation. Ziel der Initiative ist es, in 34 Jahren den ökologischen Fussabdruck von heute drei Erden auf eine Erde zu beschränken. Auf der Seite 6 im Abstimmungsbüchlein des Bundesrates findet sich eine lesenswerte Erklärung zum ökologischen Fussabdruck. Nach einer engagierten Diskussion hat sich der Vorstand der Frischluft für ein klares Ja zur Initiative „Grüne Wirtschaft“ ausgesprochen.

Ihre Frischluft

Danke Kalle!

Kalle Zeller hat als ein Gründungsmitglied von fünf die Frischluft nachhaltig geprägt. Diese kleine Gruppierung entstand 1991 voller Idealismus und wollte jenseits der etablierten Parteien Einiges in Arlesheim bewegen und verändern. Dies ist ihr nicht zuletzt dank Kalles grossem Engagement gelungen. Als er auf Anhieb 1992 in den Gemeinderat gewählt wurde, hatte er es als junger und unerfahrener Neuling nicht einfach. Seine erste 1. August-Rede im Sennenhemmli, Hosenträgern und langen Haaren, in der er für eine offene Schweiz plädierte, war für das damalige Festpublikum etwas ungewohnt, wäre aber angesichts der heutigen Flüchtlingswelle immer noch aktuell. Unerfahren? Das kann man nun nach 24 Jahren im Amt, davon 12 Jahre als Gemeindepräsident, wahrlich nicht mehr sagen. Ungewohnt? Kalles Präsenz im Dorf an politischen Veranstaltungen und Informationsabenden, an Kommissionssitzungen und Festakten, an kulturellen Anlässen und Ehrungen ist zu einem vertrauten und gerne gesehenen Bild geworden.

Er hat sich immer für die Anliegen der Gemeinde stark gemacht, auch gegenüber dem Kanton, und hat zudem die Zusammenarbeit mit den Nachbarsgemeinden gefördert. Sein Gespür für aktuelle und wichtige Themen hat Arlesheim als lebendige Gemeinde geprägt. Unter seiner Leitung wurden Entscheide möglichst im Konsens getroffen und er hat darauf geachtet, dass keine Lager innerhalb des Gemeinderates entstanden.

Als Gemeindepräsident war Kalle eine starke und sympathische Persönlichkeit, eine Person, die sich uneigennützig für das Gemeindewohl eingesetzt hat und ein Mitstreiter, der immer wieder neue Impulse in die Frischluft hineingetragen hat.

 

Für deine Arbeit und dein Engagement, lieber Kalle, danken wir dir von Herzen!

 

Deine Frischluft

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