Ukrainische Spione planen Überraschungsangriffe gegen Russland

Ukrainische Spione schwören Russland „eine Nadel ins Herz zu stechen“.

Der Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU, Vasyl Malyuk, hat angekündigt, dass ukrainische Spione im kommenden Jahr verstärkt Geheimdienstoperationen und Sabotageangriffe tief im von Russland kontrollierten Gebiet durchführen werden, um den Krieg so nah wie möglich an den Kreml heranzubringen. Dies erklärte er gegenüber POLITICO.
Malyuk betonte, dass die genauen Pläne geheim bleiben müssten, um den Feind zu überraschen. „Die Besatzer müssen verstehen, dass sie sich nicht verstecken können. Wir werden den Feind überall finden“, sagte Malyuk. Dennoch gab er einige Hinweise auf die Vorgehensweise der ukrainischen Spione.

Fokus auf logistische Ziele und militärische Einrichtungen

Ein Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf logistischen Zielen und militärischen Einrichtungen in den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine. Darüber hinaus werden auch Angriffe auf feindliche Ziele jenseits der Grenze geplant. Malyuk machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass die ukrainischen Spione ständig nach neuen Lösungen suchen, um den Feind zu überraschen.

Krim und Schwarzes Meer im Fokus

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Krim und dem Schwarzen Meer. Hier will die Ukraine an die Operationen des vergangenen Jahres anknüpfen. Ein wichtiges Instrument ist dabei die Drohne „Sea Baby“, die auch unter schwierigen Wetterbedingungen operieren kann und schwer zu entdecken ist. Mit Hilfe dieser Drohnen konnte die Ukraine bereits im Jahr 2022 die russische Flotte in der Nähe von Sewastopol angreifen und mehrere Schiffe beschädigen.

Die Brücke von Kertsch als legitimes Angriffsziel

Auch die Kerch-Brücke, die die besetzte Krim mit dem russischen Festland verbindet, bleibe ein legitimes Angriffsziel der ukrainischen Spione. Malyuk betonte, dass dies sowohl nach internationalem als auch nach ukrainischem Recht gerechtfertigt sei. Die Ukraine betrachte die Brücke als Teil der feindlichen Logistik und plane, sie zu zerstören.

Präzisionsangriffe und gezielte Operationen

Der SBU führt gezielte Punktangriffe durch, um den Feind „mit einer Nadel direkt ins Herz“ zu treffen. Jede Spezialoperation verfolge ein bestimmtes Ziel und trage dazu bei, die Fähigkeiten Russlands im Krieg zu schwächen und den Sieg der Ukraine näher zu bringen, so Malyuk. Dabei achte der SBU darauf, nach den Regeln der Kriegsführung zu handeln und militärische Ziele auszuwählen.

Ukraine setzt auf eigene technologische Entwicklungen

Malyuk betonte, dass die SBU hauptsächlich auf ukrainischem Territorium, in der Donbas-Region, auf der Krim und im Schwarzen Meer operiere. Bei Operationen in Russland konzentriere sich der SBU ausschließlich auf militärische Ziele wie logistische Korridore für Waffennachschub, Kriegsschiffe, Militärstützpunkte und ähnliche Ziele. Alle Operationen, von denen man hört, sind das Werk des SBU und basieren auf einzigartigen technischen Entwicklungen der Ukraine.

Zusammenfassung

Der Chef des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU, Vasyl Malyuk, hat angekündigt, dass ukrainische Spione im kommenden Jahr verstärkt nachrichtendienstliche Operationen und Sabotageangriffe tief im russisch kontrollierten Gebiet durchführen werden. Im Fokus stünden logistische Ziele und militärische Einrichtungen. Besonderes Augenmerk gilt der Krim und dem Schwarzen Meer. Die Ukraine setzt dabei auf eigene technische Entwicklungen, um den Gegner zu überraschen und gezielte Angriffe durchzuführen. Die Brücke von Kertsch bleibt ein legitimes Angriffsziel, da sie als Teil der gegnerischen Logistik angesehen wird. Der SBU handelt nach den Regeln der Kriegsführung und wählt militärische Ziele sorgfältig aus. Die Ukraine ist bestrebt, den Krieg so nah wie möglich an den Kreml zu bringen und den Sieg der Ukraine zu sichern.
Es bleibt abzuwarten, welche Überraschungen das kommende Jahr bringt und wie sich die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine entwickeln. Die Bemühungen der ukrainischen Spione zeigen jedoch, dass die Ukraine entschlossen ist, ihre Interessen zu verteidigen und den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten. Der Konflikt in der Region bleibt eine große Herausforderung für die internationale Gemeinschaft und die Entwicklungen müssen genau beobachtet werden, um die Auswirkungen auf die geopolitische Lage zu verstehen.

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